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Machen Regionspolitiker dem Reitverein Isernhagen den Garaus?
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| Mittwoch, den 08. Februar 2012 |
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Eigentlich war der Sekt für das 100. Jubiläum des Reitvereins Isernhagen schon kaltgestellt worden. Schließlich hatte dieser nicht nur den Kaiser, die Nazis, zwei Weltkriege, etliche Depressionen heil überstanden sondern sich auch im Wandel des Pferdes vom Arbeitstier zum Sportgefährten behauptet. Der Verein führte über 70 Jahre die Tradition der Kavallerieschule fort, förderte Hunderte von jungen Reitern durch den Erhalt des eigenen für alle bezahlbaren Schulbetriebs und verlieh durch die Abhaltung des „Großen Preises von Isernhagen“ der Region einen gewichtigen Platz im Pferdesport. Nun aber scheint der Verein mit seinen 400 Mitgliedern an der Regionspolitik zu scheitern und stellt die Zukunft des größten Reitvereins in der Region in Frage. Der Hintergrund dieser sehr traurigen Entwicklung ist in dem politischen Willen der Region zu sehen, wonach die Erhaltung der Sportstätten und die Durchführung des Turniers in der derzeitigen Qualität, sich nicht mehr mit den Belangen des Landschaftsschutzes vereinbaren lassen. Die Aktiven hatten sich in den vergangenen Jahren bemüht, den Anforderungen des modernen Reitsports zu entsprechen und haben die Anlage des Reitvereins den Bedürfnissen des satzungsgemäß zu fördernden Sports mit hohem ideellen und ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder und Freunde des Vereins immer wieder, teils auch mit öffentlichen Fördermitteln, angepasst. Formalistisch gesehen, könnte diese Entwicklung baurechts- und landschaftsschutzwidrig sein. Obwohl die parkartige Anlage im Kern seit 30 Jahren in dieser Form zwischen Kiesabbaugebieten großer Tiefbauunternehmen, intensiv genutzter landwirtschaftlicher Flächen und großzügig geplanter Freizeitanlagen in mitten der Einflugschneise des Flughafens Langenhagen besteht, sieht sich der Verein dem politischen und verwaltungstechnischen Willen der herrschenden Fraktionen der SPD und Grünen ausgesetzt, die von vielen Reitern der Region rege genutzten und geschätzten Dressur- und Springplätze nun einfach unterpflügen zu müssen. Damit lässt sich das Turnier in Iserhagen in der gewohnten Form nicht mehr realisieren. Nun wird, nach dem Willen der Region, die Förderung der Reiterei in der gewohnten Weise niemals wieder möglich sein. Der Verein verliert durch den Wegfall der äußeren Sportstätten, eine wesentliche Möglichkeit zur Durchführung und Förderung des Sports. Das betrifft nicht nur den „Großen Preis von Isernhagen“. Der jetzige – rein ehrenamtliche - Vorstand sieht wenige Möglichkeiten, den satzungsgemäßen Zweck des Vereins noch durchzuführen. Wer sich mit Leib und Seele einmal einem Pferd verschrieben hat, wird nie mehr von ihm loskommen. Diesem Leitspruch folgend ermöglichte es der Reitverein über Jahrzehnte, dass Kinder und Jugendliche dieses Gefühl erleben können. Auch jene, die nicht in einem typischen Reiterhaushalt, in ländlicher Idylle oder besonders gut betuchten Familien aufwuchsen. Möglich war dies nur, durch die vereinseigenen Schulpferde, welche von den Kindern umsorgt, gepflegt und geritten wurden. Pferde können anerkanntermaßen extrem viel für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder bewirken. Nach der Ansicht der herrschenden Ratsfraktionen sollte dieses dann aber bitte nicht im stadtnahen Landschaftsschutzgebiet zwischen Baggerseen und Ausflugslokalen geschehen. Deshalb schlägt der Vorstand vor, den Verein aufzulösen und abzuwickeln. Hierzu wird am 12. März 2012 um 19:00 Uhr in den Räumen des Gasthauses Voltmers Hof, Burgwedeler Str. 143 in 30916 Isernhagen, eine öffentliche – für jeden zugängliche - Mitgliederversammlung stattfinden. Das Schicksal der Reitschüler, der Schulpferde und die Zukunft des vereinsmäßigen Reitsports in Isernhagen bleiben zunächst ungeklärt! Der Letzte macht das Licht aus! Kontaktpersonen: Elke Gerns-Bätke, (0170) 55 000 42 / Eugen Klein, (01514) 262 99 44 (1.Vorsitzende) (2.Vorsitzender) |




