Deckeinsatz:
1968-1986 Hänigsen, 1987 getötet

gekörte Söhne:
General I, General II, Gitano, Glamour R, Gloster, Goldfinger, Goethe, Gomez, Gracchus, Graf Spee, Grando Z, Grandus, Grannus, Graphitan, Graphitano, Graphito, Grundstein I, Grundstein II

 

Frutana


Arabia



Frustra II


Atlasdame

Athener
 

Talwiese

Futurist I





Athos

Axel

Tanera

Flak

Grande


Duellfest



Graf


Försterfarm

Duellant

Flußspat

Goldfisch II





Förster

Dolman

Flugfeuer I

Goldammer II


Graphit hat insgesamt 19 Jahre auf der Station Hänigsen, unweit von Hannover gestanden, und für die deutsche Pferdezucht Großartiges geleistet. Er war stets ein alle Blicke auf sich ziehender Brauner mit viel Imponiergehabe, aber auch mit hochklassigen Reitpferdequalitäten. Trotz seines steilen, geschliffenen Vorderbeins und seiner knappen Schulter und Sattellage sowie seiner kurzen und wenig elastischen Hinterfessel, gab er vielfach große, ausdrucksvolle Bewegungen mit und vererbte dazu meist eine weit über dem Durchschnitt anzusiedelnde Springveranlagung. Wenn der Vater Grande im Erscheinungsbild durchkam, die Graphit-Nachkommen also bunte Dunkelfüchse waren, dann ging diese Ähnlichkeit zum Großvater oftmals mit mehr Temperament einher, die bei Grande und seinen direkten Nachkommen nicht zu beobachten waren. Allerdings sind gerade diese Pferde zu größten sportlichen Leistungen befähigt gewesen. Sein international bedeutendster Nachkomme war möglicherweise der Schimmelwallach Graf George, der über die Verdener Auktion in US-Besitz überwechselte. Mit Michael Poulin und Günter Seidel war er zweimal Bronzemedaillengewinner mit dem US-Team auf den Olympiaden in Barcelona und Atlanta, ferner Sieger zahlreicher Grand-Prix-Konkurrenzen und "Horse of the Year".

Lange Jahre dominierte Graphit als Aktionstraber während der Celler Hengstparaden. Dem Landgestüt Celle ist es nicht gelungen, einen Hengst-Sohn des Graphit in seinen Bestand einzureihen. Allerdings sind mit den Privathengsten Gloster, Grannus, Grundstein I und Grundstein II vier hervorragende Graphit-Söhne, die ausnahmslos als Leistungsvererber gehobener Klasse angesehen werden können, der hannoverschen Züchterschaft zur Verfügung gestellt worden. Vor allem Grannus hat sich über zahlreiche Hengstsöhne stark verbreiten können. In den anderen deutschen Zuchtgebieten kamen mehrfach Graphit-Söhne in den Einsatz. In Baden-Württemberg deckten Gitano und Graphito und waren bereits wieder abgetreten noch ehe Graphit als Leistungsvererber Karriere machte. In Hessen rekrutierte man Goethe, Gomez, Goldfinger und Graphitano, von denen vor allem Letzterer beste Reitpferde brachte. Westfalen landete mit General I einen Volltreffer und hatte mit General II, Glamour R, Gracchus und Graf Spee noch weitere Graphit-Söhne verfügbar. Grandus machte in Rheinland-Pfalz-Saar als zeitlebens hochgeschätzter Zweibrücker Landbeschäler Karriere.

[zur Übersicht]

presented by:

© Copyright 2001 Eylers Business Net
Konzept & Gestaltung