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Pik Bube I
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Pik Bube I - Bilanz seiner einzigen Turniersaison: 12 Starts in Dressuren der S-Klasse - 11 SiegeDeckeinsatz: gekörte Söhne: Als Otto Schulte-Frohlinde sich Mitte der 70er Jahre entschloss, einen Hannoveranerhengst auf seinem Grönwohldhof zu stationieren, fiel seine Wahl auf den schwarzbraunen Pik Bube I. So recht hatte keiner verstanden, warum der damalige Celler Landstallmeister Dr. Christian Freiherr von Stenglin den antrittsstarken Schwarzbraunen nicht für das "Celler Lot" gefesselt hatte. Pik Bube I legte den Grundstein für die heute europa- und weltweit bekannte Hengsthaltung auf dem Grönwohldhof, der in Schleswig-Holstein unweit von Hamburg liegt. Pik Bube I entstammte dem ersten Fohlenjahrgang des Pik König, seine Mutter Franka war eine Tochter des Frustra II, der in ungewöhnlich intensiver Weise als Muttervater bedeutender Leistungsvererber eine Sonderstellung in der hannoverschen Zucht einnahm. Spitzenhengste wie Donkosak, Drosselklang I und II, Goldfalk, Graphit, Gralsritter, Imperial, Löwenstein, Piaff, Wachmann I und II, Werbefunk und viele andere stammten aus Frustra II-Müttern. Pik Bube I absolvierte die Hengstleistungsprüfung als Reservesieger und machte den Grönwohldhof zu einem Wallfahrtsort für Züchter aller Verbände. Alle wollten das Wunder sehen, das dort geschah. Der trittgewaltige Schwarzbraune gedieh unter Herbert Rehbein zu einem Dressurpferd der Extraklasse. 1980, in ihrer einzigen Turniersaison, waren sie bei zwölf Starts in Klasse S elfmal Sieger. In seiner Vererbung blieb er indessen nicht auf eine Disziplin fixiert und setzte in vielerlei Belangen Akzente. So war die Tochter Pikantje 1981 Bundeschampionesse des Deutschen Reitpferdes, Pik Bubes Girl 1990 Siegerin der Bundesstutenschau in Verden. Im Viereck machten Pik Primaire, Pik Royal und zahlreiche weitere Karriere. 49 seiner Kinder gingen erfolgreich schwere Dressuren, 19 Springpferde verzeichneten S-Platzierungen im Parcours. Diese Vielseitigkeit in der Vererbung zeichnete auch seinen zwei Jahre jüngeren Bruder Pik Bube II aus, der Landbeschäler in Celle war und immer etwas im Schatten des älteren stand. Von den Hengstsöhnen haben sich der in Bayern eingesetzte Piaster, ferner Pik Labionics, Pik Noir, Pik Senior, Pik Solo, Placido, Plaisir d'Amour und auch Prinz Miro deutlich profilieren können. Mit 18 Jahren trat Pik Bube I im September 1991 völlig überraschend von der züchterischen Bühne ab. Der stets vitale Beschäler brach beim Training unter dem Reiter plötzlich zusammen und war nur wenige Augenblicke später tot. Er war einer der bedeutendsten Privathengste mit hannoverschem Brand.
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