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Romadour II

Romadour II - einer, der Geschichte schrieb

Deckeinsatz:
1972-1983 Heidhausen, 1983 eingegangen

gekörte Söhne:
Rapallo, Rarität, Renoir I, Renoir II, Rheinblick, Rheingold, Rheinländer, Rheinprinz, Rokoko, Romadan, Roman, Romanow, Romanow I, Romanow II, Romiro, Rosenkavalier, Rousseaualt

Romadour II kann ohne Umschweife als einer der bedeutendsten Vererber Westfalens bezeichnet werden. Der Sohn des Körungssiegers Romulus I hat mit seiner Vererbung einen Platz neben seinen berühmten Vorfahren Ramzes AA und Radetzky sicher, wenn es denn seine Vorfahren sind. Die Mutter des ganggewaltigen Dunkelbraunen wurde nämlich im Jahr der Zeugung von Romadour II nachweislich auch von Duft III gedeckt, der später als unfruchtbar aus dem Bestand des NRW-Landgestüts ausrangiert wurde. Jedenfalls unterschied sich Romadour II hinsichtlich der Qualität des Körperbaus und vor allem auch in puncto Vererbung sehr deutlich von seinem älteren Halb- oder Vollbruder Romadour I. Vor allem die in der Nachzucht vielfach auftretenden bunten und ganggewaltigen Füchse (Romadour II und Duft III waren bunte Braune, Romadour I und Romulus I dagegen eher schlicht) ließen die Vermutung aufkeimen, dass vielleicht doch Duft III als Sohn des bunten gangstarken Fuchses Duellant das Glück des Tüchtigen gehabt hat, als es um die Zeugung von Romadour II ging.

Wie es auch sei: Er wurde einer der bedeutendsten Vererber der NRW-Zucht nach dem zweiten Weltkrieg und hat zwölf Jahre auf der rheinischen Station Heidhausen gewirkt. Bei der Körung noch unauffällig, erstrahlte er in der Hengstleistungsprüfung, die er 1973 im "Warendorfer Modell" absolvierte. 1976 war Romadour II Botschafter der westfälischen Zucht anlässlich der DLG-Ausstellung in München. Romadour II wurde mit dem I a- und Siegerpreis ausgezeichnet, seine ebenfalls ausgestellten Töchter Riviera und Ranja wurden in der Klasse der Dreijährigen mit I a und I b ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde Rheingold Siegerhengst der rheinischen Körung. Die Vererbungsqualität des Romadour II blieb nicht auf die Disziplin Dressur fixiert, auch wenn natürlich Nicole Uphoffs Multi-Olympionike Rembrandt 24 sein bedeutendster Nachkomme war.

Speziell für die rheinische Zucht hat Romadour II unschätzbare Dienste geleistet. Aus einer größeren Anzahl gekörter Söhne haben sich Renoir I und Rosenkavalier als die bedeutendsten herauskristallisiert. Letzterer läutete vor allem über Rubinstein I und dessen Nachkommen ein neues Zeitalter in der Dressurpferdezucht ein.









Romadour





Romulus I



Remus I


Radetzky


Ramzes AA


Fidelia


Friedländer



Fabriana


Fabriano


Fafner II


Maritta


Markulf





Gunda



Grünfink


Grünspecht


Gründer I


Almut


Almhüter



Dorette


Dorn


Dwinger


Abendfee


Abendsegen


 


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