Denkmäler zieren die Welt. Einige sind groß, riesig groß. Etwa die Sphinx in Ägypten. Die meisten geben sich aber bescheidener. Sie müssen ihre Größe nicht durch überdimensionale Ausmaße unter Beweis stellen. Sie sind groß.

"Große Gedanken kommen aus dem Herzen", schreibt der französische Philosoph Luc de Clapier. Das gilt auch für Pferde, zumindest für einige, für ganz besondere.

Pferdedenkmäler gibt es reichlich. Die Kunstgeschichte ist voll davon: Der Parthenonfries des griechischen Altertums, das Gemälde von Graf Anton Günther, hoch zu Roß auf dem legendären Kranich; Schimmelfan Napoleon vor Waterloo oder Friedrich der Große, der - das Brandenburger Tor im Rücken - gen Schloßplatz schaut, in Berlin, unter den Linden.

Historische Persönlichkeiten. Die Pferde sind Staffage. Was zählt, ist der Mann im Sattel. Vergangenheit. In der heutigen Zeit ist vieles anders. Die Mächtigen der Gegenwart werden sich wohl kaum auf dem Pferderücken verewigen lassen. Bill Clinton in Bronze? Wahrscheinlich wird er als Zigarrenraucher oder als Jogger mit Turnschuhen der Nachwelt überliefert werden. Vielleicht mit geblähten Nüstern - aber das ist wohl auch die einzige Parallele. Und Helmut Kohl steht eher die staatsmännische Geste, als die Dynamik eines dahinpreschenden Pferdes. Immerhin: Bundeskanzler Gerhard Schröder wird eine gewisse Affinität zu Pferden nachgesagt.

Doch auch heute gibt es noch Bildhauer, die Bronzen gießen. Bronzen von Pferden. Nur bedarf es - im Falle unseres Helden - keines Herrschers oder Feldherren als Vorbild. Er selbst gibt Anlaß genug. Er ist ein Denkmal. Eine lebende Legende: Donnerhall.

Donnerhall ist tot.
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