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Cardinal xx
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Cardinal xx - Vererber herausragender Rittigkeit06-20615-64
Der dunkelbraune Vollblüter Cardinal xx deckte von 1970 bis 1976 im artländischen Privatgestüt Schmidt-Ankum. Wenn man bedenkt, daß er nur sieben Jahre wirkte und in einer Zeit als Privathengste von den Zuchtleitungen noch stark geschmäht wurden, nicht das beste Stutenmaterial zugeführt bekam, dann sind seine Erfolge schier unglaublich. Cardinal xx war reinerbig dunkel, vererbte durchschlagend seinen Adel und herausragende Rittigkeit. Anfangs hieß es noch von Kritikern und Neidern: "Der macht doch nur hübsche Strampelpüppchen." Aber Cardinal xx, der am 4. Dezember 1976 viel zu früh von der züchterischen Bühne abtrat, ließ posthum alle Kritiker bald verstummen. Seine Schimmelsöhne Colorado 17/Monica Theodorescu und Cortino 4/Petra Epping sind nur zwei der herausragenden Dressurpferde aus der großen Schar derer, deren Karriereweg in die höchsten Klassen führte. Auch springen konnten die Cardinal xx-Kinder, wenngleich die meisten von ihnen, ihres Typs, der hervorragenden Rittigkeit und Grundgangartenqualität wegen, einen Weg im Viereck einschlugen. Von Cardinal xx stand noch über Jahre Gefriersperma zur Verfügung, das auch von den Züchtern aufgebraucht wurde. Aus TG-Besamungen stammen beispielsweise die gekörten Vollbrüder Calderon und Cardinar. Der Schimmel Calderon wurde im hessischen Landgestüt Dillenburg zu einem gefragen Vererber; sein jüngerer Vollbruder Cardinar deckte ein Jahr (1989) im Gestüt Schmidt-Ankum und wechselte nach vergleichsweise bescheidener Hengstleistungsprüfung nach Großbritannien über. Der stets begehrte Cavalier stand zu Beginn seiner Hengstkarriere 1975 in Grethem, einer Station, die nicht unbedingt im Zentrum des züchterischen Geschehens im hannoverschen Zuchtgebiet stand. Cavalier vererbte sich hervorragend: Tolle Sportler für Dressur und Springen, gute Mutterstuten, etliche Auktionspferde, aber keine männlichen Nachfolger. Daran änderte sich auch in der Wirkungszeit auf der südniedersächsischen Station Spanbeck (1984-1987), von wo eigentlich nie wesentliche züchterische Impulse ausgegangen sind, nichts. Gerne hätte man ihn dort behalten, doch die Gründe für die Umstationierung nach Landesbrück im Hochzuchtgebiet an der Elbe lagen klar auf der Hand: Cavalier sollte Hengste machen! Im Nachhinein muß man sagen, daß dieser Plan aufgegangen ist. |





