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Der Löwe xx
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Der Löwe xx - ein kleiner Vollblüter von großer Bedeutung31-03791-44
Der Name sagt es schon: Der Löwe xx war ein echter Kämpfer. Dies hatte er auch auf der Rennbahn bewiesen, wo er großartige Erfolge für das Gestüt Röttgen erzielte. Sein erster Deckeinsatz auf der hannoverschen Station Großenwörden verlief parallel zum Niedergang des Pferdes in der Landwirtschaft. Der Löwe xx, gerade mal 159 Zentimeter groß, lieferte vielfach große, bedeutene Pferde mit viel Ausdruck, relativ häufig übrigens auch in Fuchsfarbe. Ihre vom Vater ererbte Vitalität ging oftmals mit einer schon als unverschämt zu bezeichnenden Frechheit einher, so daß sich die Reiter in vornehmer Zurückhaltung übten und die "Löwen" zeitweise Ladenhüter waren. Später stellte man fest, daß es vielfach Geräuschempfindlichkeit war, die ihnen zu schaffen machte. Wie es auch sei: Die Leistung überzeugte schließlich auch die ärgsten Zweifler. In der Dressur waren es Pferde wie Liostro 2/Karin Schlüter, Löwenherz 7/Dr. Erika Schwarzkopf, Lanthan/Carola Lampe, Lady Lou 2/Holger und Inge Schmezer, Leopardin 2/Hans-Jürgen Armbrust, Lucky Boy 4/Marjolyn Greeve (NL) und Leopardi/John Whinnet; im Springen hatte Hartwig Steenken auf Der Lord 2 und Loriot 17 zahlreiche Erfolge, in der Military kam der Däne Nils Haagensen mit Löwenstern zu großen Triumphen. Dies ist ohne Anspruch auf Vollständigkeit die sportliche Bilanz gewesen. Züchterisch wurde vor allem der Fuchs Lugano I zu einem starken Verbreiter des väterlichen Erbgutes. Lugano I, der in Nesse und Altenbruch deckte, lieferte sehr rittige Dressur- und Springpferde für höchste internationale Klassen, wobei seine Nachkommen vielfach ein unschönes Gesicht hatten (was auch Der Löwe xx selbst vielfach vererbt hatte) und vorne bügelten. Das hinderte sie jedoch nicht, Spitzenleistungen zu vollbringen. Aus der riesigen Zahl gekörter Lugano I-Söhne ist es keinem so recht gelungen, als Hauptvererber diese Linie weiterzuführen. Große Hoffnungen galten dabei dem Fuchs Lukas, der sich jedoch als "Leistungsbremse" entpuppte, von seinen beiden Söhnen Laibach (Ldb. Celle, PB Bawue.) und Laudon (Ldb. Dillenburg), bezeichnenderweise beide braun und aus Müttern des drahtigen Wicht gezogen, einmal abgesehen. Auch der zunächst vielgelobte Körsieger und DLG-Hengst Leibwächter I war letztendlich eine Enttäuschung. Gewaltiges Springvermögen vererbte der herbe Rappe Luckner, aber die Züchter mochten ihn nicht. Das Erbgut des Der Löwe xx basiert heute weitgehend auf Lugano II, der in punkto Leistung und auch unter züchterischen Aspekten immer etwas im Schatten des Älteren stand. Lugano II brachte mit dem bunten Rappen Lombard einen kapitalen Leistungsmultiplikator, dessen Hengstsöhne Lanthan und der zunächst verkannte Leubus große Wertschätzung genießen. Aus der Der Löwe xx-Vollschwester Leibwache xx rekrutierte man später den Orator xx-Sohn Lions xx für das Landgestüt Celle. Dieser hat sich trotz zahlreicher Chancen und großer Sympathien seitens des damaligen Verdener Auktionsleiters Hans-Joachim Köhler nicht durchsetzen können und hinterließ bis auf den ausgesprochen charakterstarken, von den Züchtern aber ungeliebten Hengstsohn Libanon kaum nennenswerte Ergebnisse. Der Löwe xx selbst wurde 29jährig eingeschläfert. Sein Skelett steht noch heute im Pferdemuseum in Verden und wird noch Generationen von Züchtern an die Bedeutung dieses kleinen und doch so großen Vollblüters erinnern. |





