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Ferdinand
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Ferdinand - seinerzeit der erste Gewinnsummen-Millionär unter Deutschlands Hengsten31-03406-41
Hengstschicksale wie die des Ferdinand sind in der heutigen Zeit kaum mehr vorstellbar. Er war das plakative Beispiel der vielzitierten Karriere "vom Tellerwäscher zum Millionär". Ferdinand war immer ein harter, nerviger Hengst. Seine sehr gute Schulter wurde schnell deutlich, er hatte genügend Widerrist und im Alter auch eine gute Halsung. Im Ganzen war er aber quadratisch und trug einen recht großen Kopf. Das Hinterbein war etwas gewinkelt, der Gang gerade und schwungvoll. In jüngeren Jahren machte er wenig her. Er war dünn im Hals, spitz und wenig bemuskelt in der Kruppenpartie. Zunächst stand der 1941 geborene braune Hengst von 1944 bis 1949 in Landesbrück, der heutigen Vorzeigestation im hannoverschen Hochzuchtgebiet Kehdingen. Dort hatte er nicht viel zu tun, er lieferte zwar einige Stuten und den Hengst Felsblock, der rasch wieder aus dem Celler Bestand ausschied, aber die Züchter trauerten ihm keine Träne nach, als er nach Frankenburg umgestellt wurde. Sein bester Sohn im Viereck war Mehmed, mit dem Dr. Reiner Klimke 1974 Weltmeister der Dressurreiter wurde. Mehmed war sicherlich mehr ein Zufallsprodukt, denn die große Stärke der Ferdinand-Kinder war das Springen. Die Töchter waren überwiegend in der Zucht erfolgreich, im Sport wurde lediglich Feuertaufe/Carde Richter besser bekannt. Ferdinand war seinerzeit der erste Gewinnsummen-Millionär unter Deutschlands Hengsten. Mit 26 Jahren wurde der reinerbig dunkle Hengst (er machte nur Braune und Rappen) ins österreichische Staatsgestüt Piber abgegeben. Im Höhenklima von Piber waren ihm noch drei Jahre segensreichen Wirkens beschieden. Er hat in Piber noch mehrere gekörte Söhne hinterlassen, sowie einige wertvolle Mutterstuten. 29jährig wurde er eingeschläfert. |





