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Komet

Komet - Wiederbeleber der K-Linie

05-02567-59
Schi. H., geb. 1959, Stm. 164 cm
Züchter: Walter Schacht, Kisserow

Herbst 1961 von der Körkommission abgeschmettert und unter Umgehung des in der DDR herrschenden staatlichen Kastrationszwanges als Sportpferd verkauft. Der im Springsport und im modernen Fünfkampf eingesetzte Hengst zog die Aufmerksamkeit der Neustädter Gestütsleitung auf sich, und zwar zu einer Zeit, als man die K-Linie auch im Osten längst erloschen glaubte. Komet wechselte nach Neustadt über und wurde 1971 als bereits Zwölfjähriger auf einer Sonderkörung gekört. Aus seiner ersten Wirkungsperiode als Hauptbeschäler in Neustadt resultieren die sechs gekörten Söhne, von denen Kosmos I, vor allem aber Kontakt und Kobold I große Bedeutung erlangten. Kontakt war wie die meisten Vertreter dieser Linie ein Schimmel, der seinen Kindern oftmals Übergröße und einen großen Kopf, aber auch viel Springvermögen vererbte. Er wurde nach der politischen Wende an Hans Negendank nach Schweden verkauft.

Kobold I ist es gelungen, die K-Linie zu aktivieren bzw. zu ihrer heutigen Bedeutung zu verhelfen. Als Landbeschäler in Redefin war er lange Jahre im Deckeinsatz und zeugte den großartigen Springpferdevererber Kolibri, der bereits seit Jahren die meisten Stuten aller Hengste der nun auch nicht mehr ganz neuen Bundesländer zu decken bekommt. Völlig zu Recht: Seine Nachkommen sind Springpferde der Extraklasse, die vielfach von internationalen Spitzenreitern geritten werden.

Der von Bernd Eylers kreierte Wanderpreis für den Züchter des Körsiegers der Zuchtverbände Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg ist eine Tisch-Bronze des Kolibri. Dieser wird auch als "Landgraf des Ostens" bezeichnet, wenngleich er nach Farbe und Erscheinung und selbstredend auch in der Vererbung wohl eher mit Hannovers Gotthard gleichzusetzen ist. Denn auch dieser vererbte sich am besten mit Blutstuten. Es ist übrigens geplant, Kolibri ein lebensgroßes Bronze-Denkmal zu setzen. Die Schimmelfarbe als signifikantes Markenzeichen dieser Linie steuerte übrigens Amurath I als mütterlicher Urgroßvater des 1930 geborenen Körling-Vaters Körting bei. Und bei eben diesem Amurath I liegt der Ursprung der Schimmelfarbe beim erwähnten Gotthard und des so wichtigen Springvererbers der 60er Jahre, Agram. Diese beiden Hauptvererber stammten nämlich beide aus Töchtern von Amateur I, der seinerseits wiederum Amurath I-Enkel war.

 


Termine

Samstag, 19.05.
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