Weltmeyer - die Vererbung spricht für sich

Tribut an Weltmeyer Dem Ausnahmehengst Weltmeyer (v. World Cup/Absatz), der leider am 28. Juni 2011 nach einer schweren Kolik eingeschläfert werden musste, gebührt eine besondere Ehre. Nicht umsonst war er Linienbegründer und Stempelhengst der hannoverschen Dressurpferdezucht. International war sein Name längst ein Begriff. Im Jahr 1984 kam er in Allwörden, im Stall des Züchters Hermann Meyer, auf die Welt.
Aus Weltwunder wird Weltmeyer Weltmeyer, der vor der Körung eigentlich Weltwunder hieß, hatte bereits den Landstallmeister Dr. Burchard Bade als Fan. Dieser war von der Bewegungsqualität des hellen Fuchses mehr als angetan. Doch auch Oberstallmeister a. D. Henning Steinhoff konnte sich an dem starken Trab des Ausnahmehengstes nicht satt sehen.
Die Ganggewalt des mittelrahmigen Hengstes zog auch die Körkommission in ihren Bann. Er ging 1986 als Körsieger und Landbeschäler vom Verdener Platz. Ein Jahr später folgte der nächste Sieg: Auf der Leistungsprüfung erreichte er in allen Indices als einer der wenigen Hengste in Deutschland mehr als 140 Punkte.
Dr. Bade, der den Hengst später in Weltmeyer umtaufte, setzte den Hengst im 1. Celler Lot für die Landespferdezucht ein. Nun ging es mit seiner Karriere richtig los.

Ein Titel nach dem anderen 1987 konnte sich Weltmeyer zusammen mit Oberstallmeister Hans-Peter Klaus den Bundeschampionatstitel in Vechta sichern. 1988 gewann er den Freiherr von Stenglin-Preis, wurde zum besten Hengst des Jahres gewählt und siegte auf der DLG ein Jahr später in Frankfurt/Main. So ist es nur verständlich, dass Weltmeyer im Jahr 1998 eine ganz besondere Auszeichnung erhielt: Er wurde zum Hannoveraner Hengst des Jahres gewählt.
Vererbung spricht für sich Weltmeyer hat seine hervorragende Dressurveranlagung an zahlreiche Nachkommen weitergegeben. Seine Nachkommen-Lebensgewinnsumme beträgt 2,3 Millionen Euro, sein Zuchtwert 148 Punkte. Doch nicht nur die Dressurveranlagung, sondern auch sein wacher Charakter wurde an viele seiner Nachkommen vererbt.
Seine Töchter erhielten 150-mal die Staatsprämie. Auch bei den Stutenprüfungen sind sie immer ganz vorne mit dabei. Im Championat der drei- und vierjährigen Stuten erhielt seine Tochter Wesley die Bronzemedaille. Auch die Farben vertreten viele der Weltmeyer-Töchter. Im Jahr 2002 siegte St.Pr.St. Weltina in Neustadt (Dosse).
Bei den fünfjährigen Dressurpferden erzielte der Weltmeyer/Genria-Sohn Weltino unter Holga Finken den vierten Platz. Insgesamt elf Bundeschampions, wie Landbeschäler Wolkentanz und Wolkenstein II, haben Weltmeyer zum Vater.
 Weltmeyer mit seinen Söhnen Wittinger,Weltstein, Welttanz und Weltstar (v. l. n. r.)
Nachwuchs schafft internationalen Durchbruch Im Jahr 2000 kommt sein Nachkomme Wie Weltmeyer in die britische Auswahlmannschaft für die Olympiade in Sydney. Mit Emma Hindle schaffen sie es in der Turniersaison 2003 in die internationale Dressur-Spitze. Weitere Olympiaikonen stellte er mit Weltall (VA)/Martin Schaudt und Vincent/Bernadette Pujals.

Ein Brunnen für Weltmeyer Mit Weltmeyer verliert der Celler Hengstbestand im Jahr 2011 nach Brentano II und Espri einen weiteren Spitzenhengst. Doch spurlos ist er nicht gegangen. In seinen Töchtern und Söhnen wird sein exzellentes Dressurerbe weiterleben. Ihm zu Ehren wird im Spätsommer 2011 im Landgestüt der Weltmeyer-Brunnen eingeweiht.
Züchterische Daten Weltmeyer: Abstammung: World Cup I – Absatz – Adorno Züchter: Meyer,Hermann 21729 Freiburg, Allwörden 15 geb.: 14.02.1984-2011 Farbe: Fuchs Stkm.: 166 cm HLP 1987: 143,96/1./40; DI 143,94/1.; SI: 141,44/3.
Stammbaum:
Weltmeyer |
World Cup I |
Woermann |
Wöhler |
Flügeladjutant |
Mandat |
Marabou xx |
*Sendernixxe |
Sender |
Senator |
Lünenixe |
Lugano I |
*Anka B |
Absatz |
Abglanz |
Termit |
Landmoor |
Landeck |
*Adelsbuch |
Adorno |
Adlerschild xx |
Dompoesie |
Dominik |
Text: N. Wattad Bilder: Bernd Eylers
Weitere Informationen: Landgestüt Celle
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