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Bolero

31-01112-75
F.H., geb. 1975, Stm. 168 cm
Züchter:
Heinrich Behrmann, Stedebergen 3, Kr. Verden



Baroness


Atlastaube



Bleep xx


Fliegerheil

Athos
 

The Satellite xx

Pinza xx





Fliegerstern

Allerhand

Hyperion xx

Chanteur II xx

Black Sky xx


Madrilene xx



Blast xx


Marmittel xx

Court Martial xx

Gal. Warning xx

Djébé xx





Mr. Jinks xx

Fair Trial xx

Nimbus xx
 

Djebel xx

Deckeinsatz: 1979-1987 Landesbrück, 1987 eingegangen

gekörte Söhne: u. a. Balou, Banter, Baryshnikov, Batavio, Batido, Batum, Beethoven, Bellini, Belucci, Bergkristall, Biagiotti, Biathlon, Bismarck, Bogenschütze, Boheme, Bolino, Bolschoi, Bon Bonaparte, Bordeaux, Bordeaux I und II, Borneo, Boroschino, Boss, Brandenburg, Brentano I und II, Brillant, Brindisi, Bruderherz, Brutus, Buenos Aires

In den 70er Jahren war es noch keineswegs alltäglich, daß Nachkommen von Privathengsten Aufstellung im Landgstüt Celle fanden. Heute wird mit diesem Umstand durchaus etwas lässiger umgegangen, aber Bolero war diesbezüglich mit Sicherheit eine Ausnahme. Er stammte ab von Black Sky xx, der auf dem Privatgestüt Schmidt-Ankum immer etwas im Schatten von Cardinal xx stand. Die Black Sky xx-Nachkommen waren hochanständige und sehr rittige Dressurpferde, aber springen konnten sie nicht. Dieses hohe Dressurtalent bei gleichzeitig mangelhafter Springveranlagung hat Black Sky xx auch seinen gekörten Söhnen Baron und Bolero weitergegeben.Die Blutsverbindung des Bolero widersprach dem lange bestehenden Verbot des Stutbuchausschusses, eine vom Vollblüter abstammende Stute mit einem Vollblüter zu paaren.

Der Mutterstamm hat seine Wurzeln im Gebiet der Station Achim zwischen Verden und Bremen und basiert auf der Stute Atlastaube (v. Athos-Fliegerstern). Aus dieser Linie gingen auch die bekannten Vererber Grenadier (Ldb. Celle) und Hitchcock (Ldb. Celle u. Radegast), sowie Winner (Ldb. Warendorf; PB Hann.) hervor. Der hochnoble Bolero kam nach der Hengstleistungsprüfung, die er als Sechster des 30köpfigen Jahrgangs beendete, in Landesbrück zum Einsatz. Über die Töchter der Hengste Grande und Duellant war der züchterische "Nährboden" dort gut vorbereitet, die Saat des Bolero mußte nur noch aufgehen und blühen. Und wie sie das tat! Bolero war ein Stempelhengst bester Sorte. Er vererbte stets sich selbst, gab viel Noblesse, schwungvolle Bewegungen und sehr oft seine rotgoldene Fuchsfarbe mit. Seine Nachkommen beherrschten über Jahre das Geschehen auf den Bundeschampionaten, so etwa Bini Bo (Vechta 1987) oder Boccaccio (Schenefeld 1988). Verdener Auktionsspitzenpferde lieferte er gleich im großen Stil. Zahlreiche Söhne wurden gekört, darunter die Siegerhengste Brentano II und Buenos Aires.

Erfolgreich waren auch Brentano I, Bismarck, Baryshnikov und Bon Bonaparte. Im Dressursport kamen neben anderen Beauvalais und Borsalino (beide mit Heike Kemmer), Bini Bo (Inge Schmezer) und zahlreiche mehr zu hohen Ehren. Der plötzliche Herztod des Bolero im Herbst 1987 war ein Schock für die Züchterschaft und die Führungsriege des hannoverschen Verbandes. Er wurde nur zwölf Jahre alt.

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