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Deckeinsatz: 1971-1984
Siethwende, 1985 Zangesheide, 1986-1988 Elmshorn, 1989 bis
heute Sollwittfeld
Gekörte Söhne: u. a.
Calando I-V, Caletto I-III, Calvados I-II, Calypso I-V, Corrado
I-II, Cortino I-II, Come Back I-II, Cortez I-II, Cardinal,
Caracas, Constant, Convent, Cansas, Cantares, Cassone, Cannonball,
Capriccio, Corvado, Cinzano, Cordes Boy VZ, Cordalmé Z, Cadence
Z, Cordeur, Chairman, Cicero, Coriall, Carneval, Castor, Countdown,
Cor de Brillant, Cor d' Almé Z, Capital, Carte d' Or, Caruso,
Cabaret, Calimbo, Cash, Casanova, Casanova, Chaco, Chantré,
Chiron Z, Mr. Cox, Cinzano, Concorde, Cor de Angelo J, Cor
Dor, Corea, Corland, Corvinius, Cosinus B
Anfang der 70er Jahre, als
sich die Vollbluteinkreuzung in der Holsteiner Zucht auf dem
Höhepunkt befand, schien es der Zuchtleitung an der Zeit,
ein Zeichen zu setzen. Um diese Zeit gewannen auch in Oldenburg
die beiden fuchsfarbenen Anglo-Normannen Furioso II und Futuro
mit schwindelerregenden Bedeckungsziffern großen Einfluß.
Beides waren Hengste mit viel Substanz und Volumen, gleichwohl
aber abstammend von Furioso xx, einem der international besten
Springpferdemacher seiner Zeit. Alwin Schockemöhle, ebenfalls
im Oldenburgischen wohnhaft, wollte noch eins draufsetzen
und hatte den Furioso xx-Sohn Urioso angepachtet. Allerdings
war er bereit, den wuchtigen Dunkelfuchs an den Holsteiner
Verband unterzuverpachten. So fuhr eine Besichtigungskommission
nach Frankeich, um Urioso zu begutachten und entdeckte dabei
den noch jungen Cor de la Bryère. Gewiß: Urioso kam nach Holstein,
deckte aber nur zwei Saisons und bald sprach keiner mehr von
ihm. Anders der dunkelbraune Remontehengst. Er startete einen
Triumphzug durch Holstein wie vor und nach ihm noch kaum ein
anderer Beschäler.
In allen deutschen Zuchten
und natürlich auch international gewannen seine Nachkommen
Einfluß. Mit den Hengsten Caletto I, II und III sowie Calypso
I bis V schuf er bedeutende Bruderdynastien, die sich ihrerseits
sowohl züchterisch wie auch sportlich bestens bewährten. Überregional
haben vor allem in jüngster Zeit die gekörten Hengste Corrado
I/F. Sloothaak (Deutscher Meister 1994) und Cordalmé Z/G.
Böckmann (Zweiter der German Classics 1994) im internationalen
Spring-Business Aufsehen erregt. 1998 feierte Cor de la Bryère
seinen 30. Geburtstag. Söhne, Enkel und Urenkel waren ihm
zu Ehren eigens aus ganz Europa nach Elmshorn gereist. Auch
die Cor de la Bryère-Töchter, darunter solche Superstuten
wie Costa 5/Dr. Michael Rüping oder vor allem auch Cordeka,
Vollschwester der Hengste Caletto I-III, mit Herbert Blöcker,
machten sportlich Furore.
In bodenständigen, bäuerlichen
Zuchten macht es mitunter auch der Name, wie der Hengst ankommt.
Da nicht jeder der französischen Sprache mächtig war und sich
in Anbetracht des recht langen Namen einen Knoten in die Zunge
machen wollte, wurde aus Cor de la Bryère im Volksmund die
Koseform "Corde". Damit wußte und weiß bis heute jeder, wer
gemeint ist.
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