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Deckeinsatz: 1951-1961
Großenwörden, 1962-1968 Luhmühlen, 1969-1971 Otterstedt, 1972
Sottrum, 1973 Bargstedt, 1973 getötet
gekörte Söhne: Jelum,
Labrador, Leu, Lindberg, Lion, Löwensohn, Löwenstein, Lohmann,
Lugano I, Lugano II, Luxus
Der Name sagt es schon: Der
Löwe xx war ein echter Kämpfer. Dies hatte er auch auf der
Rennbahn bewiesen, wo er großartige Erfolge für das Gestüt
Röttgen erzielte. Sein erster Deckeinsatz auf der hannoverschen
Station Großenwörden verlief parallel zum Niedergang des Pferdes
in der Landwirtschaft. Der Löwe xx, gerade mal 159 Zentimeter
groß, lieferte vielfach große, bedeutene Pferde mit viel Ausdruck,
relativ häufig übrigens auch in Fuchsfarbe. Ihre vom Vater
ererbte Vitalität ging oftmals mit einer schon als unverschämt
zu bezeichnenden Frechheit einher, so daß sich die Reiter
in vornehmer Zurückhaltung übten und die "Löwen" zeitweise
Ladenhüter waren. Später stellte man fest, daß es vielfach
Geräuschempfindlichkeit war, die ihnen zu schaffen machte.
Wie es auch sei: Die Leistung überzeugte schließlich auch
die ärgsten Zweifler. In der Dressur waren es Pferde wie Liostro
2/Karin Schlüter, Löwenherz 7/Dr. Erika Schwarzkopf, Lanthan/Carola
Lampe, Lady Lou 2/Holger und Inge Schmezer, Leopardin 2/Hans-Jürgen
Armbrust, Lucky Boy 4/Marjolyn Greeve (NL) und Leopardi/John
Whinnet; im Springen hatte Hartwig Steenken auf Der Lord 2
und Loriot 17 zahlreiche Erfolge, in der Military kam der
Däne Nils Haagensen mit Löwenstern zu großen Triumphen. Dies
ist ohne Anspruch auf Vollständigkeit die sportliche Bilanz
gewesen. Züchterisch wurde vor allem der Fuchs Lugano I zu
einem starken Verbreiter des väterlichen Erbgutes. Lugano
I, der in Nesse und Altenbruch deckte, lieferte sehr rittige
Dressur- und Springpferde für höchste internationale Klassen,
wobei seine Nachkommen vielfach ein unschönes Gesicht hatten
(was auch Der Löwe xx selbst vielfach vererbt hatte) und vorne
bügelten. Das hinderte sie jedoch nicht, Spitzenleistungen
zu vollbringen. Aus der riesigen Zahl gekörter Lugano I-Söhne
ist es keinem so recht gelungen, als Hauptvererber diese Linie
weiterzuführen. Große Hoffnungen galten dabei dem Fuchs Lukas,
der sich jedoch als "Leistungsbremse" entpuppte, von seinen
beiden Söhnen Laibach (Ldb. Celle, PB Bawue.) und Laudon (Ldb.
Dillenburg), bezeichnenderweise beide braun und aus Müttern
des drahtigen Wicht gezogen, einmal abgesehen. Auch der zunächst
vielgelobte Körsieger und DLG-Hengst Leibwächter I war letztendlich
eine Enttäuschung. Gewaltiges Springvermögen vererbte der
herbe Rappe Luckner, aber die Züchter mochten ihn nicht. Das
Erbgut des Der Löwe xx basiert heute weitgehend auf Lugano
II, der in punkto Leistung und auch unter züchterischen Aspekten
immer etwas im Schatten des Älteren stand. Lugano II brachte
mit dem bunten Rappen Lombard einen kapitalen Leistungsmultiplikator,
dessen Hengstsöhne Lanthan und der zunächst verkannte Leubus
große Wertschätzung genießen. Aus der Der Löwe xx-Vollschwester
Leibwache xx rekrutierte man später den Orator xx-Sohn Lions
xx für das Landgestüt Celle. Dieser hat sich trotz zahlreicher
Chancen und großer Sympathien seitens des damaligen Verdener
Auktionsleiters Hans-Joachim Köhler nicht durchsetzen können
und hinterließ bis auf den ausgesprochen charakterstarken,
von den Züchtern aber ungeliebten Hengstsohn Libanon kaum
nennenswerte Ergebnisse. Der Löwe xx selbst wurde 29jährig
eingeschläfert. Sein Skelett steht noch heute im Pferdemuseum
in Verden und wird noch Generationen von Züchtern an die Bedeutung
dieses kleinen und doch so großen Vollblüters erinnern.
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