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Duellant

31-03586-43
F.H., geb. 1943, Stm. 163 cm
Züchter:
Ww. Wedemeyer, Neuland, Kr. Stade



Forstweihe


Schnepfenjagd



Foliant


Jempera

Schumann
 

Ammeke

Florett





Jassy I

Sheridan

Alcantara

Fling

Dolman


Aussicht



Detektiv


Orangenblüte

Alderman I

Kalabaka

Desmond





Ordensritter

Alrok

Khedive 

Defregger

Deckeinsatz: 1946-1965 Landesbrück, 1965 Nottötung

gekörte Söhne: 33 - u.a. Davos, Derby, Dezember, Diskus, Dörfler, Doktor, Don Juan, Dragoner, Drusus, Dualist, Ducker, Duden I-II, Duell, Duell I-II, Duellfürst, Duellgraf, Dünkel, Duft I-III, Duldsam, Duo, Durban, Dux, Dukat

Als Zugabe für den seinerzeit als Spitzenhengst gehandelten Anselmo war er eigentlich gedacht, als er 1946 erstmals in Landesbrück Station bezog: Der Spätentwickler Duellant. Bei allem Ausdruck und enormer Trabbewegung hatte Duellant doch etwas Robustes. Groß waren seine Treue und Hingabe unter dem Reiter und vor dem Wagen, jedoch war er besonders im Alter sehr nervig. Aus sportlicher Sicht war er ein absoluter Spitzenvererber. Zu seinen bedeutendsten Nachkommen zählen vor allem Dux/Dr. Reiner Klimke, Mitsouko/Ilsebill Becher, Doublette/Willi Schultheis, um nur die bedeutendsten beim Namen zu nennen. Duellant hat fast alle deutschen Zuchten beeinflußt: In Bayern war es Duell, in Mecklenburg Duell I und Don Juan, in Brandenburg und Sachsen-Anhalt verbreitete sich das Erbgut des Duell II, Westfalen sicherte sich über Dualist, Duft III, Doktor, Ducker und Durchlaucht mehrere direkte Duellant-Söhne, sowie in Dirigent (v. Duden I), Damhirsch (v. Duft I) und Damokles (v. Davos) drei bedeutende Enkel. In Rheinland-Pfalz-Saar wirkten Diskus, Dörfler, Duellfürst und der Dünkel-Sohn Dewett, in Dillenburg schrieb Donar (v. Davos) hessische Zuchtgeschichte. Duellant - dieser Name galt etwas in Hannover, war ein Wertbegriff ganz besonderer Bonität.

Umso bedauerlicher erscheint es heute, daß sein Erbgut im Zuchtgebiet Hannover nur noch sehr spärlich vorhanden und seine Linie im Mannesstamm so gut wie erloschen ist. Über Hengste wie Duft I und II, Duden I und II, Durban, Dünkel, Derby, Dezember und Davos setzte Duellant Meilensteine im züchterischen Geschehen Hannovers. Die Kinder des Duft I waren leistungsstark, wenn auch nicht immer einfach zu reiten. Er hinterließ in Hannover vier Söhne von denen der DLG-König Diplomat besonders herausragte. Duft II, selbst in punkto Leistung weniger brillant, stellte in Dirk, Darling und Dürkheim seine "Meisterstücke". Duden I brachte zahlreiche gute Sportpferde, hat sich züchterisch aber weniger hervortun können. Sein kleinerer, dafür sehr geschmackvoller Vollbruder Duden II ist noch heute in zahlreichen Leistungsstämmen zu finden, wobei Rittigkeit und guter Charakter fast garantiert sind. Der enorm gangstarke Durban, Vater des Donald Rex, vermochte sich trotz lange währenden Deckeinsatzes nur über die Mutterseite durchzusetzen. Gleiches gilt analog für Dünkel und den kleinen, drallen Schimmel Derby. Die braunen Duellant-Söhne Davos und Dezember kamen in Hannover nicht recht zum Zuge. Davos hatte einen fulminanten Karrierestart in Baljerdorf, wo er die drei Spitzenbeschäler Drachenfels (Celle; HLP-Sieger), Donar (Dillenburg) und Damokles (Warendorf) lieferte. Danach geriet er jedoch in Vergessenheit. Er ist in Jugoslawien später noch lange Jahre zum Einsatz gekommen. Auch Dezember, hochwertvoll gezogen, konnte sich nicht durchsetzen und fraß schließlich seinen Hafer in Kanada.

Mit dem Verkauf des Duft II-Urenkels Dressman nach Zweibrücken steht heute nur noch der einstige Körsieger Derwisch (v. Dirk) als Duellant-Nachkomme im Landgestüt Celle. Für eine erfreuliche Wiederbelebung des Duellant-Blutes sorgt derzeit der Damokles-Sohn Dinard L, der in Westfalen deckt, aber mit seinen ersten Jahrgängen bereits bundesweit Einfluß genommen hat.

 

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