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Flaneur

09-00265-65
Db. H., geb. 1965, Stm. 167 cm
Züchter: Familie Zeising, Gut Schwaighof



Flocke IV


Flora



Gabriel


Flamme

Go-Go xx
 

Erbin

Gigant





Tauentzien

Fils du Vent xx

Hanno

Guido

Maharadscha


Marke



Famulus


J. Feldrose

Marktvogt

Faschingsnacht

Fetysz ox





Hexenschuß
 

Marke

Pretal xx

Bakszysz ox

Deckeinsatz: 1968 Reinheim und Kevelaer, 1969-1972 Reinheim, 1973-1988 Hückeswagen, 1988 eingegangen

gekörte Söhne: Arogno, Avignon, Ayacucho, Damaskus, Don, Franziskaner, Gajus, Grandioso, Halifax, Hemmingway, Hitchcock, Istanbul, Memphis, Rubin, Troubadour, Vargese

Der fast abzeichenlose dunkelbraune Vererber Flaneur war einer der bedeutendsten Hengste in der Trakehner Zucht. Sein Vater, der Schimmel Maharadscha war über Famulus ein Enkel des Vollblutarabers Fetysz ox. Die Mutter Flocke, eine Tochter des wertvollen Gabriel, brachte ein Jahr zuvor aus gleicher Anpaarung den nach seinem Vater benannten, relativ bunten Fuchs Mahdi, der als Landbeschäler im ehemaligen bayerischen Landgestüt Landshut wirkte und herausragende Leistungspferde in Bayern hinterließ, in der eigenen Population doch nur wenig genutzt wurde. Aus der Trakehner Stutenfamilie der Flamme 219 (v. Tauentzien-Eskimo), der Flaneur und Mahdi entstammen gingen außerdem die Hengste Fahnenträger II (PB Oldbg., Hess.), Falkner (PB Holst., DK), der Körsieger Farinelli (LH Ldg. Neustadt/Dosse), Feingeist (PB Holst.) und Flugwind (PB Westf.) hervor. Flaneur war Reservesieger des Trakehner Hengstmarkts 1967 in Neumünster. Ein Jahr darauf erhielt er in der Hengstprüfungsanstalt Westercelle (heute Adelheidsdorf) folgendes Trainingsprotokoll: "Ruhiges, sehr ausgeglichenes Temperament, verspielt, doch gut im Charakter. Konstitution straff und fest. Gute Rittigkeit, im Gleichgewicht, unkompliziert und bequem zu reiten. Springanlage guter Durchschnitt, allgemeine Leistungsfähigkeit gut; Schritt gut im Raumgriff, schwungvoller Trab, gut im Takt, ausgewogener, losgelassener Galopp. Ein Hengst mit vielen Möglichkeiten."Seine Exterieurbeschreibung im "Trakehner Hengstbuch 1975" war nicht minder exquisit: "Ausgezeichnetes Modell mit viel Bedeutung in der ganzen Erscheinung. Typvoller Kopf, guter Hals, gut gelagerte, breite und gut bemuskelte Schulter; gut und gleichmäßig ausgebildeter Körper. Recht kräftiges und korrektes Fundament mit guten, geraden Bewegungen". Die Qualitäten des Hengstes waren somit also schon früh bekannt geworden. Aus der ersten Decksaison (1968), die Flaneur teilweise auf dem Vogelsangshof bei Familie Hoogen im Rheinland verbrachte, resultierte der Hengstsohn Rubin. Dieser kam nach anfänglicher Nutzung als Reithengst ebenfalls auf dem Vogelsangshof zum Einsatz, wo er den rheinischen HLP-Sieger Rembrandt und Majoran zeugte. Letzterer wurde wiederum Vater des geschätzten Körsiegers Preußenprinz. Die größte Bedeutung unter den Hengstsöhnen kommt jedoch unzweifelhaft Arogno zu. Dieser hochklassige Beschäler deckte lange als Boxennachbar seines Vaters Flaneur in Hückeswagen auf dem Gestüt Dr. Reimer, ehe er für die Landespferdezuchten hoffähig wurde. Arognos Sohn Karon hatte mehr die Funktion einer "Verlängerungsschnur" zwischen Arogno und Caprimond. Weder in seiner eigenen Population noch in den Landeszuchten Hannovers und Oldenburgs konnte Karon überzeugen. Doch der Flaneur-Urenkel Caprimond, seines Zeichens Elitehengst, hat das väterliche Erbgut der Fetysz ox-Linie wieder auf eine breite Basis bringen können. Mit dem lange Jahre als Reithengst genutzten Gajus ist 1999 noch ein direkter Sohn des Flaneur im Einsatz.

 

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