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Deckeinsatz: 1963-1967
Varl, 1968-1986 Warendorf, 1987 eingegangen
gekörte Söhne: Falkner,
Fantast, Foxtrott, Fröbel, Frühlingsball, Frühlingsduft I,
Frühlingsduft II, Frühlingsrausch, Frühlingssturm, Frühlingstraum
I, Frühlingstraum II, Frühlingstrunk, Frühlingswind, Fünfpaß,
Fürstenberg
In Westfalen wurden schon von
jeher hannoversche Hengste eingesetzt. So auch der kleine
Fuchs Frühschein, der 1959 und 1960 zwei Saisons als Warendorfer
Landbeschäler in Höven-Varlar wirkte und dann sang- und klanglos
wieder aus den Diensten des NRW-Landgestüts ausschied. Doch
kaum einer hätte ihm zugetraut, einen Jahrhundertvererber
für Westfalen zu zeugen. Und doch war es so. Die Vererbungsbilanz
der zweijährigen Deckzeit beläuft sich auf 13 eingetragene
Stuten und einen gekörten Hengst: Frühling. Dieser war auch
mütterlicherseits rein hannoversch gezogen und bezog 1963
erstmals eine Deckstation in Varl. Hier zeugte er gleich im
ersten Jahrgang einen Volltreffer, und zwar den gekörten braunen
Frühlingstraum I, der einer der bedeutendsten Hengstsöhne
des Frühling wurde. Frühlingstraum I deckte lange Jahre in
Warendorf, ehe er seinen Lebensabend im Oldenburger Gebiet
verbrachte.
1966 erblickte der später als
Wallach erfolgreiche Fuchs Minister 4 als Vollbruder zu Frühlingstraum
I das Licht der Welt, mit dem Norbert Koof Deutscher Meister
der Springreiter wurde und somit die gesamte deutsche Elite
deklassierte. Ein neuer Star der Springreiterei war geboren,
und der Name Koof sollte auch für der hin mit der Frühling-Linie
verbunden bleiben. Denn: Mit dem riesigen Fuchs Fire 2 wurde
der im rheinischen Willich ansässige Koof 1982 Weltmeister
der Springreiter. Fire war ein Sohn des rahmigen und bunten
Fuchses Frühlingstraum II, der seinen älteren Vollbruder in
punkto Leistungsvererbung noch überflügelte. Neben den "Frühlingsträumen"
ist der 1970 aus der zweiten Schaffensperiode des Frühling
stammende Frühlingsball der bedeutendste Hengstsohn des Frühling
geworden. Unzählige Spitzen-Leistungspferde haben ihn zum
Vater, und 1998 machte er mit seinem hannoversch gebrannten
Sohn Fibonacci nochmals Schlagzeilen, als dieser Bundeschampion
der sechsjährigen Springpferde wurde. Allen Vertretern dieser
Linie ist eine ausgesprochene Vielseitigkeit in der Vererbung
eigen.
Bereits zu Lebzeiten umgab
Frühling die Aura einer Legende. Er war selbst Körsieger 1962,
I b-Preisträger der DLG-Schauen von 1964 und 1968 und beherrschte
alle Lektionen bis Grand Prix. Er war ein mächtiger Hengst
mit gewaltiger Tiefe. Trotz seiner an Vollblut im speziellen
und Edelblut im allgemeinen eher armen Abstammung war seine
Nachkommenschaft von einer angenehmen Gehlust beseelt. Leider
spielen die Frühling-Nachkommen momentan trotz aller unbestreitbaren
Leistungen heute keine führende Rolle mehr in der Zucht des
Westfälischen bzw. Rheinischen Pferdestammbuchs. Es bleibt
zu hoffen, daß die schmal gewordene Linie sich dennoch weiterhin
im Mannesstamm halten kann.
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