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Deckeinsatz: 1962-1966
Achim, 1967-1987 Landesbrück, 1988-1989 Gnadenbrot in Celle,
1989 eingegangen
gekörte Söhne: u.a. -
Graphit, Gralsritter, Glander, Grunewald, Graditz, Grandios,
Grandissimo, Garibaldi I+II, Gaugraf, Grandduell I+II
Die hannoversche Körkommission
muß 1960 einer höheren Eingebung gefolgt sein, als sie einen
kleinen, drallen Fuchs in eine Hengstlaufbahn entließ, mit
Sicherheit ohne zu ahnen, daß dies einmal einer der bedeutendsten
Hengste der Hannoveraner Zucht werden sollte. Der knubbelige,
kurzlinige Graf-Sohn rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen
aber schon recht bald. Aus der Wirkungszeit in Achim (Nähe
Bremen) gingen drei seiner bedeutendsten Hengstssöhne hervor:
Graphit, Gralsritter und Glander. Der kernige Graphit wurde
seinerseits ein hochklassiger Vererber und brachte die geschätzten
Privatbeschäler Gloster, Grannus, Gundstein I und Grundstein
II sowie den Warendorfer Landbeschäler General I als bedeutendste
Söhne. Der stark gebaute und etwas typlose Gralsritter dagegen
führte lange ein Schattendasein und kam erst im hohen Alter
zu Weltruhm durch seine excellent springenden Kinder (u.a.
der gekörte Grandeur/Thomas Frühmann; dreifacher Sieger im
Deutschen Springderby). Der mächtige Glander war HLP-Sieger
und hatte züchterisch große Chancen, wobei er nicht alle Hoffnungen
erfüllte. Er empfahl sich auch durch seine Bruderschaft zum
Olympiapferd Grande Giso/Johan Heins und brachte der Zucht
den Springpferdemacher Gletscher.
Aus der Achimer Schaffensperiode
des Grande resultieren auch der in Belgien zu hohen Ehren
gelangte Hengst Goldfalk und die internationalen Springstuten
Graciosa/Peter Sünkel und Gute Sitte 2/Eric Wauters sowie
der braune Wallach Grande/Paul Schockemöhle. 1967 wurde Grande
umstationiert nach Landesbrück, damals wie heute einer der
führenden Stationen im Einzugsbereich des Landgestüts Celle.
Auch hier hat er vom Fleck weg zu überzeugen vermocht: Aus
dem ersten Jahrgang (1968) stammte der antrittsstarke Fuchs
Grunewald, der analog Graphit lange als Aktionstraber bei
den Celler Hengstparaden brillierte. Grunewald hat sowohl
Dressur- wie auch Springpferde für höchste Ansprüche gezeugt,
getreu seinem Vater Grande und seinem Halbbruder Graphit,
wobei das Olympiapferd Grunox /Monica Theodorescu sein bekanntester
Nachkomme im Sport war. Die Grunewald-Söhne Grenadier und
Grandseigneur, beide aus Halbblutstuten gezogen, waren bzw.
sind gefragte Vererber. Der vielseitig veranlagte und ausgesprochen
typbrillante Grenadier hätte züchterisch wesentlich mehr Einfluß
nehmen können. Er war aber einerseits unglaublich deckfaul
und andererseits nicht sonderlich fruchtbar. Ein Kriterium,
das er leider auch an Töchter und Söhne weitergegeben hat.
Der gekörte Grenadier-Sohn Golfstrom I, mit Ann-Kathrin Kroth
1990 WM-Goldmedaillengewinner mit der deutschen Mannschaft,
hat sehr schlecht befruchtet und schied insofern schon früh
aus der Zucht aus.
Ein sehr bedeutender Grande-Sohn
aus der Landesbrücker Periode wurde der Fuchs Garibaldi II,
der zum Spitzenvererber avancierte, leider aber schon 14jährig
einging. Eine ganze Reihe an Spitzensportpferden vermochte
Grande in Landesbrück zu stellen, so u.a. Grandison und Galapagos/beide
mit G. Grillo, Gratulant 2/Gerd Wiltfang, Santa Gruz/W. Bettinger
und zahlreiche mehr. Das derzeit erfolgreichste Dressurpferd
weltweit, Gigolo FRH/Isabell Werth, ist über den ansonsten
negativ eintaxierten Graditz ein Grande-Enkel. Grande war
der erste und bisher einzige Hengst dem die niedersächsiche
Gestütsverwaltung aufgrund seiner großen Verdienste das Gnadenbrot
gewährte, welches er zwei Jahre fraß, ehe er 1989 im 31. Lebensjahr
abtrat.
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