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Komet

05-02567-59
Schi. H., geb. 1959, Stm. 164 cm
Züchter: Walter Schacht, Kisserow



Fabuhild


Schwanhild



Fabulist


Basilia

Schwang
 

Flockenblume
 

Freibeuter





Schwabe

Schwabenpreis

Flugschüler

Forsch II

Körling


Schneise



Körting


Stute v.

Schwabenonkel I

Filosa

Körner





Alcinus

Schwabenteich

Fling

Konig Arthus

Deckeinsatz: bis 1971 Sporthengst, 1972-1974 Neustadt/Dosse, 1975-1976 Groß Beuthen, 1977-1978 Moritzburg, 1979-1981 Apenburg, 1981 getötet

gekörte Söhne: Kobold I, Kobold II, Komparse, Kontakt, Kosmos I, Kosmos II

Immer wieder kommt es vor, daß Hengstlinien im Ursprungsland erlöschen, in benachbarten Zuchtgebieten aber zu großer Blüte gelangen. So war die Linie des Großinquisitor xx in Hannover nur ein "Strohfeuer", in Westfalen und der ehemaligen DDR dagegen gelangte sie zu großer Blüte. Ähnlich gelagert ist die Geschichte der K-Linie, die mit dem Einsatz des Vollblüters Kingdom xx auf der Celler Landgestütsstation Otersen 1889 begann, in den 50er Jahren aber erlosch. Wäre da nicht der in den Kriegswirren nach Mecklenburg versprengte Hengst Körling gewesen, der bis zu seiner Identifizierung als "Tropfen" in den Gestütsbüchern geführt wurde, gäbe es das K-Blut sicherlich auch heute nicht mehr. Die gekörten Söhne Kondor, Korse, Künstler und Konsul blieben züchterisch unbedeutend. Komet schließlich war der fünfte Hengstsohn des Körling, mit einer etwas abenteuerlichen Vorgeschichte. 1959 geboren, wurde er im Herbst 1961 von der Körkommission abgeschmettert und unter Umgehung des in der DDR herrschenden staatlichen Kastrationszwanges als Sportpferd verkauft. Der im Springsport und im modernen Fünfkampf eingesetzte Hengst zog die Aufmerksamkeit der Neustädter Gestütsleitung auf sich, und zwar zu einer Zeit, als man die K-Linie auch im Osten längst erloschen glaubte. Komet wechselte nach Neustadt über und wurde 1971 als bereits Zwölfjähriger auf einer Sonderkörung gekört. Aus seiner ersten Wirkungsperiode als Hauptbeschäler in Neustadt resultieren die sechs gekörten Söhne, von denen Kosmos I, vor allem aber Kontakt und Kobold I große Bedeutung erlangten. Kontakt war wie die meisten Vertreter dieser Linie ein Schimmel, der seinen Kindern oftmals Übergröße und einen großen Kopf, aber auch viel Springvermögen vererbte. Er wurde nach der politischen Wende an Hans Negendank nach Schweden verkauft. Kobold I ist es gelungen, die K-Linie zu aktivieren bzw. zu ihrer heutigen Bedeutung zu verhelfen. Als Landbeschäler in Redefin war er lange Jahre im Deckeinsatz und zeugte den großartigen Springpferdevererber Kolibri, der bereits seit Jahren die meisten Stuten aller Hengste der nun auch nicht mehr ganz neuen Bundesländer zu decken bekommt. Völlig zu Recht: Seine Nachkommen sind Springpferde der Extraklasse, die vielfach von internationalen Spitzenreitern geritten werden.

Der von Bernd Eylers kreierte Wanderpreis für den Züchter des Körsiegers der Zuchtverbände Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg ist eine Tisch-Bronze des Kolibri. Dieser wird auch als "Landgraf des Ostens" bezeichnet, wenngleich er nach Farbe und Erscheinung und selbstredend auch in der Vererbung wohl eher mit Hannovers Gotthard gleichzusetzen ist. Denn auch dieser vererbte sich am besten mit Blutstuten. Es ist übrigens geplant, Kolibri ein lebensgroßes Bronze-Denkmal zu setzen. Die Schimmelfarbe als signifikantes Markenzeichen dieser Linie steuerte übrigens Amurath I als mütterlicher Urgroßvater des 1930 geborenen Körling-Vaters Körting bei. Und bei eben diesem Amurath I liegt der Ursprung der Schimmelfarbe beim erwähnten Gotthard und des so wichtigen Springvererbers der 60er Jahre, Agram. Diese beiden Hauptvererber stammten nämlich beide aus Töchtern von Amateur I, der seinerseits wiederum Amurath I-Enkel war.

 

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