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Deckeinsatz: 1965 Moorhusen,
1966-1970 Siethwende, 1971-1972 Langenhagen, 1973 Bredenbekshorst,
1974 Haselau, 1975-1981 Marne, 1981 getötet
gekörte Söhne: Macbeth
I, Macbeth II, Magnat I, Magnat II, Mahmud, Malteser, Malteser,
Mambo, Manchester, Mandant, Marengo, Marius, Marlando, Marlo,
Maron, Marquis, Marquis, Marsala, Martell I, Martell II, Martell
III, Martell IV, Martini, Maurico, Mentor, Merlin, Mikado,
Montevideo, Mowgli, Muratti
Zeitgleich mit Ladykiller xx
betrat der 1958 in Irland geborene Vollblüter Marlon xx die
züchterische Bühne Holsteins. Nicht zuletzt deshalb sind die
beiden Hengste wohl auch ständig miteinander verglichen worden.
Beide waren 164 cm groß, beide waren sie braun und wirkten
z. T. auch auf den gleichen Deckstationen, so daß es nicht
wenige Stuten gab, die sowohl von Ladykiller xx wie auch von
Marlon xx fohlten. Auch deckten sie etwa gleich lange in der
Holsteiner Zucht, wobei Marlon xx zwei Jahre mehr beschieden
waren. Im Erscheinungsbild war Marlon xx hochedel und mit
großen Linien gesegnet, wobei er eine gewisse Länge im Mittelstück
aufwies und diese auch vererbte. Die etwas diffizile Typvererbung
mag den Ausschlag gegeben haben, daß sich das Ladykiller xx-Blut
stark verbreitete, wobei der Adel des Marlon xx oft nur eine
Generation anhielt, der Kopf nicht immer der schönste war
und auch Fundamentsmängel offenkundig wurden. Einigen Marlon
xx-Kindern fehlte es auch an Härte. Sie überzeugten jedoch
durch ihre fast durchweg gute Größe und herausragende Rittigkeitswerte.
Anders als Ladykiller xx brachte
er auch für den gehobenen Dressursport herausragende Pferde,
so u. a. den gekörten Hengst Montevideo, der mit Uwe Sauer
Olympia-Gold in der Mannschaft gewann, Marius/Dr. Josef Neckermann
und den gekörten Marlon xx-Enkel Marmor (v. Marengo). Auch
in der Military (u. a. Maniok/Thomas Rüder, Milano/Herbert
Blöcker und Madrigal/Karl Schultz) und im Springen überzeugten
die Marlon xx-Nachkommen auf ganzer Linie. Vor allem die gekörten
Söhne Mentor/Otto Becker und Mowgli/Lene Nissen-Lembke feierten
zahlreiche Triumphe, aber auch andere Springspitzen wie Malva
und Ma Soleil/Breido Graf zu Rantzau, Min Jung/Peter Hoff
und etliche mehr begründeten Marlons Ruhm als einer der vielseitigsten
Vererber Holsteins. Die erwähnte Ma Soleil trug übrigens die
Isabellenfarbe, die bei Marlon xx-Nachkommen häufiger beobachtet
wurde. Einige dieser Exemplare wurden dann systematisch in
die Isabellenzucht genommen. Vor allem in Ungarn sind Marlon
xx-Nachkommen in dieser Farbe häufig zu finden.
Im Mannesstamm sieht es trotz
zahlreicher gekörter Söhne des Marlon xx eher trübe aus. Zwar
sind wieder und wieder Versuche unternommen worden, das Erbgut
zu bewahren, nachdem fast alle Söhne aus der Zucht ausgeschieden
waren. So kehrten im hohen Alter die direkten Marlon xx-Söhne
Marlo, Mentor und darüber der Eigenleistung gekörte Marquis
in ihre Heimat zurück mit dem erklärten Ziel, den Mannesstamm
zu retten, aber die Bemühungen waren bisher nur mäßig von
Erfolg gekrönt.
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