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Deckeinsatz: 1967-1969
Ostenfelde, 1970-1976 Neuenkirchen, 1977-1994 Warendorf, 1995
getötet
gekörte Söhne: u. a.
Pacco I, Pacco II, Pacco III, Pakt, Palast, Palisander, Parademarsch
I, Parademarsch II, Parcours, Pardon, Parnass, Partner, Parvenü,
Patriot, Portofino, Prinz Paradox
Der Fuchshengst Papayer xx
deckte zehn Jahre (1961-1972) als Privathengst in der westfälischen
Zucht und hat außergewöhnliches zu leisten vermocht: Bereits
im ersten Jahrgang zeugte er die international eingesetzte
Spitzenstute Panama 4/Peter Schmitz (u. a. Siegerin im französischen
Springderby in La Baule). Sie war Mutter der Spitzen-Vollgeschwister
Gaylord 6/Hendrik Snoek bzw. Golden Gate /Lutz Merkel (beide
v. Goldberg). Im zweiten Jahrgang brachte Papayer xx mit dem
braunen Privatier eines der erfolgreichsten Dressurpferde
seiner Generation. Aus dem dritten Deckjahr resultiert der
Jahrhundertvererber Paradox I, der mit seinem sechs Jahre
jüngeren Vollbruder Paradox II für eine Verbreitung des wertvollen
väterlichen Erbgutes sorgen sollte. Diese beiden Brüder hatten
in dem Springpferdemacher Schwangau einen Halbbruder, der
züchterisch ebenfalls Bedeutung erlangte.
Die mütterliche Dynastie basiert
auf der Stammstute Harfe (v. Hartwig-Heerführer-Omar III-Liborius),
aus der neben den Söhnen der Arnika auch der dunkelbaune Adler
(v. Adlerruf-Astrachan-Schwank; PB Westf.) hervorging. Paradox
I bezog zunächst seine Landbeschälerbox in Ostenfelde. Sein
"Stern" begann allerdings erst zu leuchten, als er nach Neuenkirchen
umstationiert wurde, wo er vermehrt an Dolorit-Töchter angepaart
wurde. Und das mit großem Erfolg: Padrona 2/Hans-Heinrich
Quellen, Prinzeß/Gunnar Schlosser, Palma Nova/Rainer Supan
bzw. Hendrik Snoek, Parbleu/Heinrich-Wilhelm Johannsmann,
Payot/Wolfgang Brinkmann, Summertime/Dietrich Schulze, Paloma/Franke
Sloothaak und zahleiche mehr begründeten seinen Ruhm als Springpferdemacher
von Weltruhm. In aller Regel waren es drahtig-markante, trockene
Füchse, vielfach mit etwas "heißem" Temperament und oft kaum
zu bändigendem Ehrgeiz. Der jüngere Paradox II, der als Privatbeschäler
und Nachfolger seines Vaters Papayer xx auf der Station Sandhove
in Ascheberg deckte, stand immer etwas im Schatten seines
älteren Bruders, obwohl auch er züchterisch wie sportlich
mit seiner Nachzucht überzeugte.
So hochklassig Paradox I auch
selber war: Mit der Zeugung eines ebenbürtigen Nachfolgers
hat er sich schwergetan. Aus der großen Zahl gekörter Söhne
hat keiner voll und über jeden Zweifel erhaben in die Hufstapfen
des Vaters treten können. Große Hoffnungen ruhten auf Pascal,
Pakt und Palisander. Der Rappe Parcours konnte es besser als
diese drei, und Parademarsch I und II scheinen wohl die ebenbürtigsten
Paradox I-Söhne zu werden. In vielen Fällen wurde Paradox
I als Veredler eingesetzt und hat diese Aufgabe auch erfüllen
können. Den Produkten mußte dann allerdings wieder Blut von
Seiten ihrer Zuchtpartner zugeführt werden, was nicht immer
der Fall war, um den gewünschten Typ zu erhalten. 1994 setzte
man Paradox I auf dem Terrain des nordrhein-westfälischen
Landgestüts in Warendorf ein Denkmal. Der Enthüllung wohnte
Paradox I noch selbst bei, ehe er wenig später aus Altersgründen
abtrat.
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