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Deckeinsatz: 1953-1969
Hohnstorf, 1969 getötet
gekörte Söhne: 4 - Pik
Junge, Pik König, Pikant, Pikör
Der sicherlich bedeutendste
Sohn des Abendfrieden xx in den deutschen Warmblutzuchten
war Pik As xx, der nur in Hohnstorf im Lüneburgischen deckte
und dieser Station großen Auftrieb gegeben hat. Wenn der dunkelbraune
Hengst auf dem Elbdeich anläßlich der Hengstvorführung vorgemustert
wurde, bestach er durch selbstbewußtes Auftreten, er machte
sich groß und faszinierte durch geschmeidige Bewegungen. Zuvor
im Stall, wenn man ihn in der Bereitstellung sah, beurteilte
man ihn eher als “kleinen Kater” und orientierte sich vornehmlich
an seinem großen Auge. Auch in der Bildung der Sattellage
konnte er nicht besonders beeindrucken. Züchter und Kaufinteressenten
erkannten jedoch bald, daß er ein Vererber war, der es in
sich hatte. Ein Erfolgsgeheimnis liegt hier sicherlich auch
im Mutterstamm: Aus der Linie der Postenkette xx stammen u.
a. auch die Spitzenvererber Pindar xx (PB Trakehner Zucht),
Parenzo xx (Ldb. Warendorf), der unter Willi Schultheis bekannt
gewordene Pernod xx (PB Westf.), der Pik As xx- Vollbruder
Perser xx (Ldb. Celle) und Playmate xx (Ldb. Warendorf), die
ausnahmslos zu bekannten Vererbern in ihren Einsatzgebieten
heranreiften.
Obwohl er durchaus gute Bewegungen
vererbte, tat er sich in erster Linie als Springpferdemacher
hervor. Der Schimmel Pesgö mit Deutschlands langjähriger "Amazone
Nr. 1", Helga Köhler, sowie Porta Westfalica/Hartwig Steenken
und zahlreiche weitere demonstrierten stets höchste Klasse
im Parcours. Mit der Erzeugung männlicher Nachkommen zur Fortsetzung
der Linie hat Pik As xx sich lange zurückgehalten. Erst aus
den letzten Jahrgängen wurden mehrere Söhne gekört. Der Privathengst
Pikant deckte nur ein Jahr und hinterließ den nützlichen Vererber
Pascha. Großes Leistungspotential, insbesondere im Springen,
war den Kindern des Pikör zu eigen, der jedoch leider keinen
männlichen Nachfolger zu stellen vermochte. Der Erhalt der
Linie lag somit bei Pik König, einem Spitzenspringpferdevererber,
dessen Kinder vereinzelt auch in höhere Sphären des Dressursports
vorstießen.
Die Vollbrüder Pik Bube I und
II haben sich stets durch besonders vielseitige Vererbung
hervorgetan und auf ihren Nachkommen ruht heute die Hoffnung
auf den weiteren Fortbestand der Linie im Mannesstamm. Der
von dem unvergessenen Herbert Rehbein geförderte Pik Bube
I war bei zwölf S-Starts in einer Saison elffacher Sieger.
Von seinen zahlreichen Hengstsöhnen ragt insbesondere der
in Bayern stationierte Piaster heraus, der ebenfalls ein Vererber
sprichwörtlicher Vielseitigkeit ist und im Süden schon viel
Gutes geleistet hat. Pik Bube II stand stets etwas im Schatten
seines Bruders, brachte aber im hannoverschen Landeschampion
Pik L einen vielbeachteten Hengstsohn. Das Pik As xx-Blut
im Allgemeinen und hierbei vielleicht insbesondere die Töchter
und Enkelinnen des Pik König waren schon vielfach die Erfolgs-Basis
für die Hengste Donnerwetter bzw. dessen Sohn Donnerhall.
Hier wurde eine Passerpaarung von selten erlebter Klasse immer
wieder erfolgreich kreiert. Für Pik As xx gilt, was auch der
Vollblüter Der Löwe xx für sich in Anspruch nehmen konnte:
Beide hatten zahlreiche "Juckpunkte", aber haben sich über
Generationen durchzusetzen vermocht.
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