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Deckeinsatz: 1977-1988
Paderborn-Sande, 1989-1990 Warendorf, Februar 1991 Nottötung
gekörte Söhne: E-Pilot,
Pablo, Pageno, Palazzo, Paroli, Pavarotti v. d. Helle, Pep,
Perikles, Perpignon, Pessoa, Peter Pan, Pfiff, Phantom, Philister,
Phönix, Piano I, Piano II, Pierot I, Pierot II, Pikör, Pilaro,
Pilon J, Pilotek, Pilot’s Ass, Pilot’s Doanjo, Pilot’s Highlight,
Pilot’s Ass, Pilot’s Treffer, Pilox, Pinocchio, Piquet, Pirex,
Pirol, Pit I, Pit II, Pius, Plaisir, Player, Pluspunkt, Poker,
Polling, Popcorn, Portland L, Pour Gagne, Power, Powerful,
Power Game, Power Light, Power Prince, Prestige Pilot, Primar,
Primas, Primero, Prinzregent, Pro Pilot I, Pro Pilot II, Profit,
Prominenz, PS Pamiro DK
Pilot war der jüngste Springpferde-Millionär,
den es je unter Deutschlands Hengsten gab. Vom Fleck weg war
er ein Markenbegriff für Springvererbung, und zwar weit über
Westfalens Grenzen hinaus. Als Wolfgang Brinkmann auf dem
Pilot-Sohn Pedro 1988 Mannschafts-Gold auf der Olympiade in
Seoul gewann, war Pilot gerade 14jährig und auf dem Höhepunkt
seiner Laufbahn. Leider ging es ihm bereits zu diesem Zeitpunkt
gesundheitlich schon nicht mehr besonders gut, so daß er 1989
und 1990 nicht mehr außerhalb stationiert wurde, sondern auf
der Besamungsstation in Warendorf blieb. Derweil setzten seine
springenden Nachkommen ihre Siegeszüge rund um den Globus
fort: Pirol/Lesley Mc Naught, P. S. Priamos/Ludger Beerbaum
bzw. Dirk Hafemeister, Prinzregent 7/Norbert Koof und zahllose
weitere.
Vielen Pilot-Nachkommen eilte,
nicht zu Unrecht, der Ruf voraus, Profi-Pferde zu sein. Auch
wenn der FN-Zuchtwert Dressur etwas anderes sagt, so ist doch
bekannt, daß Pilot-Kinder dressurmäßigen Beanspruchungen nicht
unbedingt zugetan waren. Pilot vertritt die "zweite" westfälische
P-Linie. Nimmt man als "erste P-Linie" die des Papayer xx
(über Paradox I und II) an, so führt der genealogische "Weg"
des Pilot über Pilatus und Perseus zurück zum Vollblüter Pluchino
xx, der von 1958 bis 1975 als Privathengst im Gestüt Werthmann
(Soest-Lühringsen) wirkte. Pilatus, ebenfalls Privathengst
in Westfalen, brachte in Polydor sein zweites Meisterstück.
Mütterlicherseits führt Pilot den Spitzenvererber Graphit.
Die Großmutter Kornelia, eine Tochter des letzten Original-Trakehners
Keith, fohlte von verschiedenen Hengsten Spitzenprodukte.
So brachte sie mit Duden II das Springpferd Darling Boy, der
mit Wolfgang Behne in stets rasanter Fahrt viele Erfolge sammelte,
und mit dem Trakehner Top-Vererber Mahagoni den Hengst Macon,
der zunächst kurz im Gestüt Eichengrund wirkte und später
in Schweden deckte. Pilot ist nur 17 Jahre alt geworden und
hat in vergleichsweise wenigen Jahren die sprichwörtlichen
"Berge versetzt". Viele Söhne wurden getestet, etliche haben
gut eingeschlagen, andere überhaupt nicht. Soll heißen: Pro
Pilot II, Power Game, Pilot’s Highlight und Palazzo waren
unfruchtbar, bei einigen weiteren gab es Fruchtbarkeitsprobleme.
Nachdem sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte,
wurde Pilot Anfang 1991 getötet. Zeitlebens wurde von ihm
während der Marstallzeit hochklassiges Tiefgefriersperma gewonnen,
das teilweise noch heute zum Einsatz kommt. Auf diesem Wege
zeugte Pilot schon zu Lebzeiten etwa gekörte Söhne in Bayern,
so etwa Polling. 1998 waren zwei Pilot-Kinder Kandidaten der
westfälischen Fohlenauktion.
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