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Deckeinsatz: 1949-1950
Vornholz, 1951-1952 Neuendorf, 1953-1958 Vornholz, 1959-1960
Neuendorf, 1961-1964 Vornholz, 1965 eingegangen.
gekörte Söhne: Ramano,
Radetzky, Raubritter, Rhenus, Raimond, Roderich, Rigoletto,
Römischer Prinz, Rasputin, Roman, Ramon
Neben den hannoverschen Hengsten
Agram und Ferdinand zählte der anglo-arabische Schimmel Ramzes
x zum großen Dreigestirn der deutschen Sportpferdemacher nach
dem zweiten Weltkrieg. Er war reinerbig, d. h., alle seine
Kinder waren Schimmel. Das Symptom der Reinerbigkeit entsteht
bei der Kreuzung zweier mischerbiger Schimmel mit einer Wahrscheinlichkeit
von 25 Prozent. Neben Ramzes x wurden in späteren Jahren auch
noch die reinerbigen Schimmel Capitano, Gardehusar, Godehard,
Gold Dollar, Kontakt und More Magic xx in verschiedenen deutschen
Warmblutzuchten bekannt.
Ramzes x wurde 1937 in Polen
geboren und ging 1948 in den Besitz des Clemens Freiherr von
Nagel über. Dieser stellte ihn zunächst dem späteren Bundestrainer
der Springreiter, Hans-Heinrich "Micky" Brinkmann, als Springpferd
zur Verfügung, benutzte ihn aber parallel auch auf seinem
Gestüt Vornholz zur Zucht. Vornholz ist auch heute noch die
bedeutendste Zuchtstätte Deutschlands, obwohl es seit 1978
nicht mehr existiert. Zahlreiche Olympiapferde haben dort
das Licht der Welt erblickt, und ohne Ramzes x wäre die gesamte
deutsche Warmblutzucht heute kaum denkbar. Ramzes x wirkte
1951 und 1952 als Leihhengst auf der Holsteiner Landgestütsstation
Neuendorf, wo er so gute Pferde wie Retina/Fritz Thiedemann,
Romanus/Hans-Günther Winkler und Ramona/Alwin Schockemöhle
zeugte. Diese drei Pferde begründeten den Ruhm des Ramzes
x in Holstein und sorgten dafür, daß er in den Decksaisons
1959 und 1960 nochmals nach Neuendorf zurückkehrte. Er zeugte
abermals Springspitzen, überdies einige gekörte Söhne und
züchterisch herausragende Töchter, von denen Vase als Vollschwester
des erwähnten Romanus die möglicherweise bedeutendste war.
Ihr Blut pulsiert heute in zahlreichen Holsteiner Pferden.
Die Ramzes x-Linie spaltete sich später in zwei bedeutende
Hauptstämme auf: Von Holstein aus nahm der Raimond-Ramiro-Zweig
starke Verbreitung, und zwar weltweit. Aus Westfalen setzte
sich die Radetzky-Nachkommenschaft über Remus I-Romulus I-Romadour
II nachhaltig durch. Das Phänomen, daß die holsteinischen
Ramzes x-Kinder mehrheitlich Springpferde waren und die westfälische
Ramzes-Nachkommenschaft vor allem im Viereck (Remus/Harry
Boldt, Mariano/Dr. Josef Neckermann, Tiga/Heinz Lammers) Erfolge
verbuchten, hat sich von der F1-Generation mit leichten Abstrichen
bis in die heutige Zeit durchgesetzt.
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