|
Deckeinsatz: 1954-1966
Altenbruch, 1967-1971 Frankenburg, 1972-1973 Baljerdorf, 1973
getötet
gekörte Söhne: Sellhorn,
Sempach, Semper, Senat, Senatus, Seneka I, Seneka II, Senior,
Senior, Sender, Senner, Señor, Sergius, Sermon I, Sermon II,
Sesam I, Sesam II, Sesam III, St. Ferdy
Der Fuchs Senator war ein bildschöner
Hengst, bei nur mittlerer Größe dennoch großlinig, korrekt
im Fundament, mit viel Hals und Schulter, guten Hufen und
guten Bewegungen. Kurzum: Ein Hengst wie Mitte der 50er Jahre
nur wenige zur Verfügung standen. Bei der Zeugung dieses Spitzenvererbers
stand der Zufall Pate: Der bildschöne, im Hauptgestüt Trakehnen
gezogene Vater Semper Idem hat außer Senator nichts Nennenswertes
in Hannover hinterlassen und ging im Geburtsjahr des Senator
als Landbeschäler ins holsteinische Traventhal, wo er ebenfalls
keine Spuren hinterließ. Die Mutter Allerweltskleid war eine
wuchtige, schwere Stute mit unschönem Kopf. Aber das Produkt
war ein Volltreffer! Der traditionsbeladene und weitverzweigte
Mutterstamm, dessen Ausläufer bis in die heutige Zeit reichen,
basiert auf der Stute Alarcona (v. Alnok-Juwel-Isary) und
brachte u. a. die Vererber Corrado G (PB Bawue.), Godewind
(Ldb. Celle) sowie die Vollbrüder Walentino (PB Oldbg.) und
Weltsporn (PB Westf., NL) hervor.
Senators Beschälerlaufbahn
begann in Altenbruch, vor den Toren von Cuxhaven gelegen und
zum hannoverschen Hochzuchtgebiet gehörig. Er lieferte 40
gekörte Söhne und hochdekorierte Schaustuten. Auch wenn er
seinen Kindern noch oftmals die eigenen Vorzüge weitervererbte,
so "verwässerte" der Trakehner Adel doch relativ schnell in
den folgenden Generationen; anders als beispielsweise bei
dem Abglanz/T.-Sohn Absatz, der hier durchaus vergleichbar
scheint. Die bedeutendsten Hengstsöhne des Senator waren fraglos
Sender, Sesam I und mit Abstrichen vielleicht Senat. Letzterer
kam nur vier Jahre auf der Springpferdestation Splietau im
hannoverschen Wendland zum Einsatz, wo er hervorragende Springpferde
zeugte und ist in der dortigen Gegend noch heute in zahlreichen
Stämmen vertreten. Sender wirkte zunächst in Drochtersen,
wo auch Senator entstanden war. Seine bekanntesten Hengstsöhne
waren Saloniki, Salut, Seelöwe, Sendbote und Senussi. Im Emsland
stellte Sender Spitzenspringpferde wie Sarto 3/H.-W. Johannsmann,
Soltau/Bernard Kamps und Sethos 2/Norbert Koof. Über Saloniki,
Salem und Salvano wurde das Sender-Erbgut bis in die heutige
Zeit konserviert: Salvanos Söhne Sherlock Holmes und Salieri
profilieren sich zusehends als Vererber und geben berechtigte
Hoffnung auf den weiteren Erhalt der Linie im Mannesstamm.
Sesam I, der wie übrigens fast alle gekörten Senator-Söhne
die Fuchsfarbe trug, hat vor allem in Oberndorf eine hervorragende
Basis hinterlassen. Hier entstand der unerhört leistungsstarke
Servus. Sesam I lieferte Füchse in allen farblichen Schattierungen
und allen Größen. Sein Sohn Servus machte oftmals "Blondfüchse",
die vielfach durch ein wenig reizvolles Äußeres auffielen.
Etliche waren holzig und steif, konnten aber "vom Allerfeinsten"
springen. Aufgrund dieser Kriterien war es erwartungsgemäß
schwierig, Hengstsöhne von Servus zu rekrutieren. Mit den
sportlich erfolgreichen Slibovitz und Spartan sowie dessen
Sohn Stakkato haben sich dennoch drei Hoffnungsträger rekrutieren
lassen.
|