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Woermann

31-04265-71
F. H., geb. 1971, Stm. 166 cm
Züchter: Werner Thalmann, Altenbruch, Cuxhaven



Mandat


*Abendfriede



Marabou xx


*Goldwelle

Abendsport
 

Madam xx

Oleander xx





Golfsport II

Alkoven I

Sunstar xx

Prunus xx

Wöhler


*Flozia



Flügeladjutant


Jodlerwelt

Flotow

*Alexine

Flügelmann I





Joho

Flavius

Albeck

Flavius

Deckeinsatz: 1975-1988 Nesse, 1989 eingegangen

gekörte Söhne: Walzer, Wasgau, Wenzel I, Wenzel II, Wörnitz, Woernitz, Winterkönig, Wittenberg, Wittgenstein, World Cup I, World Cup II, World Cup III, World Cup IV, World Man G, Woerth, Woerlin, Wölber, Wieland

Woermanns Vater Wöhler war über lange Zeit der Inbegriff für Dressurpferde im Zuchtgebiet Hannover. Der Dunkelfuchs wirkte zunächst lange Zeit in Burlage und von 1967 bis 1971 in Altenbruch. In den ersten Jahren stellte er mit Wohlklang sowie Wunsch I und Wunsch II drei gekörte Söhne. Während Wunsch I und II allenfalls durchschnittliche Vererber waren (der Zweite wurde allerdings Vater des Olympiapferdes Woyceck/Harry Boldt), wäre es vor allem dem noblen und hochklassig gezogenen Wohlklang zu wünschen gewesen, daß er die Linie fortgesetzt hätte. Doch die Stationen seines Wirkens (Wittingen und Luhmühlen) waren noch nie als starke Hengstlieferanten aufgefallen, so daß sich Wohlklang, der als Schelm der Freiheitsdressur in den Celler Hengstparaden nicht nur bei den Wittinger Züchtern Hochachtung genoß, auf die Gestellung von hochklassigen Dressur- und Springpferden, qualitätsvollen Mutterstuten und hochbezahlten Auktionspferden beschränkte.

Apropos Springen: Da bildete Wohlklang mit Abstand eine Ausnahme in dieser Linie, die meisten Wöhler-Abkömmlinge waren dem Umgang mit Hindernissen total abgeneigt. Allerdings gab es einige Perser xx-Nachkommen aus Wöhler-Müttern, die hervorragende Springpferde wurden. Erhalter des Wöhler-Blutes wurde also ein anderer, und zwar Woermann, der aus der Altenbrucher Schaffensperiode des Wöhler resultierte. Der Dunkelfuchs Woermann entstammt einer hochkarätigen Mutterlinie. Seine Mutter Mandat ist eine der wenigen Töchter des Schlenderhaner Vollblüters Marabou xx, die nennenswert in Erscheinung traten. Der Mutterstamm brachte zudem so bekannte Vererber wie Ambassadeur (PB Oldbg.), Ariston (PB Hann.), Boredo (PB Westf.), Dior (Ldb. Warendorf), Döbeln (Ldb. Celle), Dornheld, Firn, Jupiter, Seemann und Sempach (alle Ldb. Neustadt/D.), Gambler’s Star (PB Hann.), Mylord (Ldb. Marbach) sowie Partisan und den Spitzenspringpferdevererber Sender (beide Ldb. Celle). Mit hohen Vorschußlorbeeren nahm Woermann seinen Dienst auf der Station Loxstedt-Nesse (unweit Bremerhaven) auf und wirkte dort bis zu seinem Tode im Winter 1988/89. Über TG-Spermavorräte entstanden auch nach seinem Tode noch einige Fohlen.

Die züchterische Bilanz liest sich eindrucksvoll: Bereits im ersten Deckjahr stellte er den bekannten, aber nicht unumstrittenen Vererber Wenzel I, der 1982 DLG-Reservesieger in München wurde. Ebenso war Wenzel I HLP-Sieger, genau wie der ein Jahr jüngere World Cup I. Beide wurden nach Körung und HLP zudem jeweils zum besten Hengst des Jahrgangs erklärt. World Cup I war 1984 und 1986 jeweils DLG-Reservesieger in Frankfurt bzw. Hannover und wurde 1997 zum "Hannoveraner Hengst des Jahres" gekürt. World Cup I hat sich mit Weltmeyer ein Denkmal gesetzt. Aus sportlicher Sicht hat Woermann die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Trotz zahlreicher Chancen und Anpaarung an besonders gute Stuten waren seine Nachkommen oft auch bullig und keine Jedermannspferde. Den Sprung auf die internationale Dressurbühne schafften nur verschwindend wenige "Woermänner", so daß Woermann in punkto Sport mehr die Funktion einer "Verlängerungsschnur" von Wöhler zu World Cup I bzw. Weltmeyer zukommt. Übrigens: Viele Weltmeyer-Nachkommen springen sehr gut!

 

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