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Deckeinsatz: 1975-1988
Nesse, 1989 eingegangen
gekörte Söhne: Walzer,
Wasgau, Wenzel I, Wenzel II, Wörnitz, Woernitz, Winterkönig,
Wittenberg, Wittgenstein, World Cup I, World Cup II, World
Cup III, World Cup IV, World Man G, Woerth, Woerlin, Wölber,
Wieland
Woermanns Vater Wöhler war über
lange Zeit der Inbegriff für Dressurpferde im Zuchtgebiet
Hannover. Der Dunkelfuchs wirkte zunächst lange Zeit in Burlage
und von 1967 bis 1971 in Altenbruch. In den ersten Jahren
stellte er mit Wohlklang sowie Wunsch I und Wunsch II drei
gekörte Söhne. Während Wunsch I und II allenfalls durchschnittliche
Vererber waren (der Zweite wurde allerdings Vater des Olympiapferdes
Woyceck/Harry Boldt), wäre es vor allem dem noblen und hochklassig
gezogenen Wohlklang zu wünschen gewesen, daß er die Linie
fortgesetzt hätte. Doch die Stationen seines Wirkens (Wittingen
und Luhmühlen) waren noch nie als starke Hengstlieferanten
aufgefallen, so daß sich Wohlklang, der als Schelm der Freiheitsdressur
in den Celler Hengstparaden nicht nur bei den Wittinger Züchtern
Hochachtung genoß, auf die Gestellung von hochklassigen Dressur-
und Springpferden, qualitätsvollen Mutterstuten und hochbezahlten
Auktionspferden beschränkte.
Apropos Springen: Da bildete
Wohlklang mit Abstand eine Ausnahme in dieser Linie, die meisten
Wöhler-Abkömmlinge waren dem Umgang mit Hindernissen total
abgeneigt. Allerdings gab es einige Perser xx-Nachkommen aus
Wöhler-Müttern, die hervorragende Springpferde wurden. Erhalter
des Wöhler-Blutes wurde also ein anderer, und zwar Woermann,
der aus der Altenbrucher Schaffensperiode des Wöhler resultierte.
Der Dunkelfuchs Woermann entstammt einer hochkarätigen Mutterlinie.
Seine Mutter Mandat ist eine der wenigen Töchter des Schlenderhaner
Vollblüters Marabou xx, die nennenswert in Erscheinung traten.
Der Mutterstamm brachte zudem so bekannte Vererber wie Ambassadeur
(PB Oldbg.), Ariston (PB Hann.), Boredo (PB Westf.), Dior
(Ldb. Warendorf), Döbeln (Ldb. Celle), Dornheld, Firn, Jupiter,
Seemann und Sempach (alle Ldb. Neustadt/D.), Gambler’s Star
(PB Hann.), Mylord (Ldb. Marbach) sowie Partisan und den Spitzenspringpferdevererber
Sender (beide Ldb. Celle). Mit hohen Vorschußlorbeeren nahm
Woermann seinen Dienst auf der Station Loxstedt-Nesse (unweit
Bremerhaven) auf und wirkte dort bis zu seinem Tode im Winter
1988/89. Über TG-Spermavorräte entstanden auch nach seinem
Tode noch einige Fohlen.
Die züchterische Bilanz liest
sich eindrucksvoll: Bereits im ersten Deckjahr stellte er
den bekannten, aber nicht unumstrittenen Vererber Wenzel I,
der 1982 DLG-Reservesieger in München wurde. Ebenso war Wenzel
I HLP-Sieger, genau wie der ein Jahr jüngere World Cup I.
Beide wurden nach Körung und HLP zudem jeweils zum besten
Hengst des Jahrgangs erklärt. World Cup I war 1984 und 1986
jeweils DLG-Reservesieger in Frankfurt bzw. Hannover und wurde
1997 zum "Hannoveraner Hengst des Jahres" gekürt. World Cup
I hat sich mit Weltmeyer ein Denkmal gesetzt. Aus sportlicher
Sicht hat Woermann die hohen Erwartungen nicht erfüllen können.
Trotz zahlreicher Chancen und Anpaarung an besonders gute
Stuten waren seine Nachkommen oft auch bullig und keine Jedermannspferde.
Den Sprung auf die internationale Dressurbühne schafften nur
verschwindend wenige "Woermänner", so daß Woermann in punkto
Sport mehr die Funktion einer "Verlängerungsschnur" von Wöhler
zu World Cup I bzw. Weltmeyer zukommt. Übrigens: Viele Weltmeyer-Nachkommen
springen sehr gut!
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