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-2- Drei Ausnahmepferde. Das Besondere: Sie alle sind mit Rubinstein aufs Engste verwandt: Rubinsteins Mutter Antine ist die Vollschwester von Amon und Ahlerich, sowie der Stute Adone, die mit Romadour II Rembrandt das Leben schenkte. Und Romadour II steht als Großvater in den geradezu gold-bepuderten Papieren Rubinsteins. Welch ein Pedigree! Genau das war es auch, das Gudula Vorwerk-Happ aufhorchen ließ. Ein Hengst aus dieser, weltweit wohl einzigartigen Familie, dazu noch schick, schwarz und sogar günstig - 35.000 Mark kostete der Ausnahmebeschäler als dreijähriges Pferd. Zuvor war er bei einem Besichtigungstermin zur westfälischen Körung abgeschmettert worden. "Zu klein, zu wenig Pferd, Mängel im Hinterbein - nicht körfähig" hieß es lapidar. Doch de Baey glaubte an den Rappen, ließ ihn Hengst und begrüßte wenig später Vorwerk-Happ mit der Oldenburger Körkommission auf seinem Hof. Die zeigten sich sehr angetan, wollten sich vor allem das wertvolle Blut für ihr Zuchtgebiet sichern. Damit war es besiegelt: Rubinstein ging nach Oldenburg.
Hier gab man dem Rappen von Beginn an alle Chancen: Auf der Nachkörung 1988 erhielt er die Anerkennung und war schon in seinem ersten Deckjahr gefragt wie kaum ein anderer Junghengst je zuvor. Gespannt warteten die Züchter auf das Ergebnis der Hengstleistungsprüfung. Sie wurden nicht enttäuscht. Erwartungsgemäß mit hohen Punkten in der Rittigkeit absolvierte Rubinstein die Prüfung in Adelheisdorf mit 136,56 Punkten als Dritter eines 66-köpfigen Feldes. Auch seine Springanlage wurde überdurchschnittlich bewertet.
Dann kam der erste Fohlenjahrgang: Überaus korrekt im Exterieur, schick, mit feinen Gesichtern, im Trab gegenüber dem Vater sogar noch verbessert - allein 16 Fohlen erhielten die Prämie "Hengstanwärter" und wurden mit einer glatten 10,0 ausgezeichnet. Einer sorgte sogleich für eine Sensation: Bundesfohlenchampion Rubicon wurde auf der Vechtaer Herbstauktion für 53.000 Mark zugeschlagen und war damit das bis dato teuerste versteigerte Fohlen aller Zeiten. Und als wollte Rubinstein es den Westfalen, die ihn ein Jahr zuvor verschmähten, beweisen, gewann er als Vierjähriger das "Optimum" in Münster - Materialpferdechampion! Die Auszeichnung auf der Oldenburger Körung war die logische Konsequenz der außerordentlichen Erfolge des jungen Hengstes - unter dem Sattel, wie in der Vererbung: Unter tosendem Beifall wurde Rubinstein 1990 zum Oldenburger Hauptprämiensieger ausgerufen. |
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