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-3- Nachdem Rubinstein schon 1991 mehrere Siege und Platzierungen in Dressurpferdeprüfungen der Klasse L einheimste, wurde sein erster Auftritt vor großem Publikum von hohen Erwartungen begleitet: Rubinstein startete beim Bundeschampionat 1992 in Verden. Würde er die starke Konkurrenz bei den Sechsjährigen hinter sich lassen können? In der entscheidenden Finalprüfung musste er unter Detlev Nesemann nur dem Hannoveraner Don Juan-Sohn Don Johnson mit Heiner Schiergen den Vortritt lassen und wurde knapp geschlagener Vizechampion. Mit Spannung wurde im Herbst 1992 der erste Jahrgang in der Weser-Ems-Halle zu Oldenburg erwartet. Würden die Junghengste die in sie gesetzten Hoffnungen halten können? Den Run auf ihren Vater bestätigen? Sie konnten - mit Bravour. Vier Rubinstein-Söhne erhielten das begehrte Gütesiegel "gekört", zwei wurden mit einer Prämie ausgezeichnet. Doch nicht nur das: Ein dunkelbrauner, mit gewaltigen Bewegungen versehener, viel Edelblut führender Strahlemann wurde zum Siegerhengst ausgerufen: Rohdiamant, späterer HLP-Sieger, Bundeschampion und im Milleniumsjahr unter Lisa Wilcox zum amerikanischen Olympiakader gehörender Spitzenvererber. Welch ein Einstand! Die Qualität des Hengstes sprach sich schnell bis weit über die Grenzen Oldenburgs herum. Aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Österreich, der Schweiz und den USA, ja fast der ganzen Welt kamen Anfragen an das Gestüt Vorwerk. Bis zu 400 Stuten pro Jahr wurden von Rubinstein besamt. Damit hatte Gudula Vorwerk-Happ nach dem Tod ihres unvergessenen Vaters Georg Vorwerk bewiesen, dass sie seinen phänomenalen Pferdeverstand geerbt hatte. Bisher hatte Rubinstein nur gezeigt, dass er schicke, bewegungsstarke Fohlen und Junghengste liefern konnte. Doch wie würden sich seine Nachkommen unter dem Sattel zeigen? Das erste Reitpferd wurde im Herbst 1993 für 41.000 Mark versteigert. Nur ein halbes Jahr später kostete ein Rubinstein-Sohn weit über das Doppelte: Erst bei 90.000 Mark fiel der Hammer für Rod Stewart.
Mittlerweile war Rubinstein siegreich in ersten S-Dressuren - von elf Starts unter Martina Hannöver münzte er zehn in Siege um. "Rubinstein war ein unheimlicher Kämpfer mit einer kaum vorstellbaren Sensibilität in sich. Er hatte einen Top-Charakter wie ihn sich jeder Reiter wünscht und nur selten findet", erinnert sich Hannöver. |
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