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-4- Auch seine Nachkommen wandelten auf den Erfolgsspuren ihres Vaters: Dreimal erhielt Rohdiamant in seiner Hengstleistungsprüfung von Fremdreitern die Zehn und wurde mit sensationellen 150,01 Punkten unangefochtener Sieger im Dressurindex - vor seinem Halbbruder Rubirando. Kein Zweifel an seiner Klasse ließ der Dunkelbraune am Bundeschampionat der dreijährigen Reitpferde aufkommen: Sieger unter Martina Hannöver. Die Erfolgsstory des bisher wohl profiliertesten Rubinstein-Sohnes wies ebenso steil nach oben, wie die seines Vaters: Bundeschampion der fünfjährigen Dressurpferde, Siege in Grand Prix-Prüfungen auf internationalem Parkett, unter Lisa Wilcox in der Olympia-Auswahl für das amerikanische Team. Auch die züchterische Seite ist mit Ausnahmen nur so gespickt: Aus seinem Premiumsjahrgang 1994 wurde ein Rohdiamant-Landadel-Fohlen auf der Vechtaer Maiauktion für sensationelle 50.000 Mark versteigert. Zwei Jahre später wurde dieser Junghengst gekört und als Rabano mit der Ie-Prämie ausgezeichnet. 1998 dann holte Rohdiamant, 1994 mit der Hauptprämie ausgezeichnet, zum allumfassenden Rundumschlag aus: Im Schlosspark zu Rastede stellte er mit der schmucken Reine Seide die Siegerstute der Oldenburger Elite-Schau, wenig später stand bei den Bundeschampionaten des dreijährigen Reitpferdes der Warendorfer Landbeschäler Roman Nature ganz vorne. Und bei den Oldenburger Hengsttagen in der Weser-Ems-Halle machte es der Cappelner Beschäler rund: Royal Dance, ein nobler, ganggewaltiger Dunkelfuchs, wurde zum Siegerhengst ausgerufen. Welch eine Leistung! In der FN-Zuchtwertschätzung Dressur belegte Rohdiamant 1999 mit 154 Punkten Rang zwei. Ronaldo, 2000-er Vizechampion der fünfjährigen Dressurpferde in Warendorf, war ein Jahr zuvor strahlender Sieger bei den Vierjährigen. Die Begehrlichkeit des dunklen Edelsteins ist ungebrochen: Das Spitzenpferd der Vechtaer Herbstauktion 2000, der für 520.000 Mark versteigerte Royal Olymp, hat keinen Geringeren als Rohdiamant zum Vater. Royal Olymp ist das bis dato zweitteuerste je in Vechta versteigerte Reitpferd.
Auch Rubinstein war der Olympialuft zeitweilig ganz nahe. 1996 stand er mit Martina Hannöver nach mehreren Grand Prix-Siegen im Kader für Atlanta. Die elegante, überaus harmonische Erscheinung des Paares zog die Zuschauer stets in ihren Bann. Rubinstein wirkte nicht durch pompöses Hengstgehabe, nicht durch spannungsgeladene Tritte, sondern durch ungemein hohe Rittigkeit und Konzentrationsfähigkeit. "Rubinstein hat mich groß gemacht, ihm habe ich alles zu verdanken", lobt Martina Hannöver den Hengst, den sie als Siebenjährigen übernahm. Wie ein gutes Omen erschien ihr damals der erste Grand Prix-Sieg 1994 in Nörten-Hardenberg - Premiere sowohl für Rubinstein, als auch für seine Reiterin. "In der Nacht nach dem Sieg wurde mein selbst gezogener Ratino H geboren, natürlich ein Rubinstein-Sohn". In den 2000 in Warendorf im Finale der sechsjährigen Dressurpferde hochplatzierten Hengst setzt Hannöver große Hoffnungen - überhaupt wimmelt es in ihrem Ausbildungsstall im holsteinischen Lütjensee geradezu von Rubinstein-Nachkommen, acht hatte sie im Oktober 2000 in Beritt.
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