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-5- "Das waren schon große Momente, wenn unser Hengst in der Siegerehrung ganz vorne stand und die deutsche Flagge gehißt wurde", erinnert sich Gudula Vorwerk-Happ ein wenig wehmütig an die Glanzzeiten des Hengstes zurück. Nach dem Wegzug Hannövers wurde Rubinstein für kurze Zeit von seinem ständigen Betreuer Ferdinand Krogmann gearbeitet, ehe Heike Kemmer in seinem Sattel Platz nahm. Dann wurde zusammengeführt, was zusammengehört: Nicole Uphoff zog nach Cappeln und stellte die Vorwerk-Beschäler im Spitzensport vor. So ritt sie mit Rubinstein quasi den Cousin ihres unvergessenen Rembrandts, der bei Vorwerk einen Teil seines Lebensabends genoß. Verletzungsbedingt musste das viel Noblesse ausstrahlende Paar seine Erfolgsbahn unterbrechen, wenig später zog es Nicole Uphoff in die Selbständigkeit. Der schwarze Edelstein war vom internationalen Dressurparkett verschwunden - mit einer Lebensgewinnsumme von 240.000 Mark. Ein stolzes Resultat für einen Zuchthengst, dessen Deckliste stets bis zum Letzten ausgefüllt war.
Rubinstein galt schon zu Lebzeiten als einer der profiliertesten Dressurvererber der Gegenwart. Er brachte Pferde, die von jedermann zu reiten sind, klar im Kopf, umgänglich, leistungsbereit und mit hoher Rittigkeit ausgestattet. In fördernden Händen nicht selten Musterschüler, die auch schwerste Lektionen problemlos lernen. Bisher gewannen sie über 700.000 Mark auf Turnieren und brachten ihrem Vater einen Zuchtwert Dressur von 155 Punkten (FN 1999) ein. Damit rangiert Rubinstein unter den Top Ten der Althengste I. Pferde mit dem Anfangsbuchstaben "R" - nicht selten haben sie Rubinstein zum Vater. "Oh wie fein - Rubinstein", reimte Oldenburgs Auktionator Uwe Heckmann, wenn der Rapphengst mit hoffnungsvollen Nachwuchspferden die Auktionen in Vechta belebte. Nicht selten erzielten seine Kinder Spitzenpreise, so wie der gekörte Rosenstar S, der 1994 für 200.000 Mark versteigert wurde. Oder die charmante Stute Rose of Jade, für die 1995 der Hammer erst bei 310.000 Mark fiel, sowie Royal Jubilee, der 1999 in Vechta für 380.000 Mark versteigert wurde. Auch in anderen Zuchtgebieten geizte man nicht, wollte man einen guten Rubinstein im Stall haben. Auf der nordrhein-westfälischen Körung 1996 war Robespierre mit 350.000 Mark teuerster Hengst. Die Begehrlichkeit von seinen Nachkommen reißt auch nach Rubinsteins Tod nicht ab: Auf der Vechtaer Herbstauktion 2000 stammte das für 100.000 Mark verkaufte Spitzenfohlen von keinem Geringeren als dem schwarzen Strahlemann.
"R" wie Rubinstein, "R" wie Rittigkeit - nicht wenige Söhne der schwarzen Legende konnten die Hengstleistungsprüfung für sich entscheiden. Der mittlerweile unter Ellen Bontje in St. Georg und Intermediaire I-Prüfungen siegreiche Rubioso N war so einer, ebenfalls der Bundeschampion der sechsjährigen Dressurpferde 2000, Royal Diamond. Regazzoni, der 1998 mit einem sensationellen Körjahrgang - darunter der für 350.000 Mark versteigerte Hannoveraner Riccione - Furore machte, lag 1994 in Münster-Handorf an der Spitze. Rubinstar, '96 Sieger im Nobilis-Cup, Ruiz Soler und der Celler Landbeschäler Rotspon machten es ihm gleich. |
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